Sachsen fördert Sanierung der Kinderkardiologie in Leipzig mit 1,9 Mio. Euro
Herzzentrum Leipzig modernisiert Station für junge Patientinnen und Patienten bis 2027
Das Land Sachsen unterstützt die Sanierung der kardiologischen Kinderstation am Herzzentrum Leipzig mit rund 1,9 Millionen Euro. Gesundheitsministerin Petra Köpping überreichte den entsprechenden Förderbescheid nach §14 des Sächsischen Krankenhausgesetzes am 29. Juni 2026 an den Geschäftsführer des Herzzentrums Leipzig, Matthias Hirsekorn. Die Maßnahme soll die Station bis Mitte 2027 umfassend modernisieren und die Versorgungsbedingungen für herzkranke Kinder verbessern.
Wie das Gesundheitsministerium Sachsen mitteilt, wird mit der Förderung ein bereits geplantes Sanierungsvorhaben umgesetzt, das insbesondere auf die Verbesserung von Hygienestandards, Raumstrukturen und Arbeitsabläufen abzielt. Die Station war seit 2020 vorübergehend in einer Ersatzlösung im Erdgeschoss untergebracht, nachdem umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen im laufenden Betrieb notwendig geworden waren. Nun ist die Rückverlegung in das 4. Obergeschoss des Herzzentrums vorgesehen, um die Kapazitäten wieder strukturell zu erweitern.
Im Zuge der Baumaßnahmen sollen auch funktionale Defizite der bisherigen Station behoben werden. Dazu gehören zusätzliche Still- und Beratungsräume sowie Übernachtungsmöglichkeiten für Eltern, die ihre Kinder während des Klinikaufenthalts begleiten. Ziel ist es, die Versorgungssituation für Familien deutlich zu verbessern und gleichzeitig die organisatorischen Abläufe innerhalb der Kinderkardiologie effizienter zu gestalten.
Gesundheitsministerin Petra Köpping betonte bei der Übergabe die besondere Bedeutung der Maßnahme für die Versorgung schwerkranker Kinder. Die Unterstützung des Freistaates trage dazu bei, die medizinische Qualität weiter zu stärken und die Position Sachsens als Gesundheitsstandort auszubauen. Auch der Geschäftsführer des Herzzentrums Leipzig hob hervor, dass die Investition einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Aufenthaltsqualität, Versorgung und Arbeitsbedingungen leiste.
Das Herzzentrum Leipzig ist ein Fachkrankenhaus mit rund 400 Betten und zwei tagesklinischen Plätzen. Die Kinderkardiologie zählt zu den zentralen Leistungsbereichen des Hauses und versorgt regelmäßig Patientinnen und Patienten mit komplexen Herzfehlern und chronischen Erkrankungen. Die geplante Sanierung reagiert auf eine anhaltend hohe Nachfrage und soll langfristig die Versorgungsstruktur stabilisieren.
Für die Krankenhausplanung im Freistaat Sachsen ist die Maßnahme zugleich Teil einer kontinuierlichen Investitionsstrategie in spezialisierte Versorgungsbereiche. Gerade hochspezialisierte Kinderkliniken stehen bundesweit unter zunehmendem Druck durch steigende Anforderungen an Qualität, Personal und bauliche Infrastruktur. Die Förderung soll hier gezielt Stabilität schaffen und den Standort langfristig sichern.




