RHÖN-KLINIKUM AG: Geschäftsführung setzt auf Verhandlungen statt Warnstreik
UKGM-Geschäftsführung erwartet guten Kompromiss bei Tarifgesprächen – Versorgung soll jederzeit gesichert bleiben
Die Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) zeigte sich heute zuversichtlich, dass die laufenden Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di ohne einen zweitägigen Warnstreik zu einem tragbaren Ergebnis führen können. Ein Warnstreik für Dienstag und Mittwoch kommender Woche sei nach Ansicht der Klinikleitung „nicht notwendig“, erklärte Dr. Gunther K. Weiß, Vorsitzender der Geschäftsführung. Der Appell richtet sich insbesondere an die Beschäftigten, sich auf den Dialog am Verhandlungstisch zu konzentrieren, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten nicht zu gefährden.
Die Tarifgespräche zwischen UKGM und ver.di begannen am 28. Februar 2026. Die Geschäftsführung legte ein umfassendes Angebot in Höhe von 5,8 Prozent vor, das sich an den aktuellen Branchenabschlüssen orientiert. Dr. Weiß betonte die wirtschaftlich herausfordernden Rahmenbedingungen für Kliniken, insbesondere angesichts der aktuell beschlossenen Krankenhausreform. „Es spricht alles dafür, am Verhandlungstisch eine Lösung zu suchen und auf Arbeitsniederlegungen zu Lasten unserer Patientinnen und Patienten zu verzichten“, so Weiß weiter. Ziel sei es, eine ausgewogene Lösung zu finden, die sowohl die Interessen der Mitarbeitenden als auch die wirtschaftliche Stabilität des Klinikverbunds berücksichtigt.
Um die medizinische Versorgung während der laufenden Verhandlungen zu gewährleisten, strebt die Klinikleitung gemeinsam mit ver.di eine Notdienstvereinbarung an. Diese Vereinbarung soll sicherstellen, dass die lebensnotwendige medizinische und pflegerische Betreuung sowohl am 17. als auch am 18. März in allen Bereichen und an beiden Standorten des UKGM aufrechterhalten wird. „Unsere oberste Priorität bleibt die kontinuierliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten“, erklärte Dr. Weiß. Durch die frühzeitige Planung von Notdiensten wird eine Gefährdung von Patienten und die Beeinträchtigung von Behandlungskapazitäten vermieden.
Die Geschäftsführung verfolgt das Ziel, trotz laufender Tarifverhandlungen eine stabile und sichere Versorgung sicherzustellen und gleichzeitig ein faires und nachhaltiges Verhandlungsergebnis zu erzielen. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 18. März 2026 angesetzt. Dr. Weiß äußerte sich optimistisch, dass bis dahin ein Kompromiss gefunden werden könne, der sowohl die Mitarbeitenden als auch die Patientinnen und Patienten des UKGM berücksichtigt. „Ein Warnstreik ist für diesen Prozess nicht notwendig – wir setzen auf konstruktive Gespräche und Transparenz“, so Weiß abschließend.





