Zum IT-Vorfall in der Kreisklinik Roth: Cyberangriff unter Kontrolle

Erste Untersuchungen zeigen keine Schäden an Computersystemen – Klinik bereitet Wiederinbetriebnahme vor

Update 13.01.2026: Ganz vorsichtiges erstes Durchatmen an der Kreisklinik Roth: Dort sind die Folgen des Cyber-Angriffs zwar immer noch zu spüren, allerdings sieht es so aus, als wurden keine Computer-Systeme beschädigt oder nachhaltig verändert. Dennoch dauern die Untersuchungen an.

Rückblick: Nachdem die IT-Sicherheitssysteme der Kreisklinik Roth ungewöhnliche Netzaktivitäten festgestellt hatten, wurde am vergangenen Mittwoch (7. Januar) vorsorglich die Internetverbindung nach außen getrennt. Externe IT-Sicherheitsexperten sowie die zuständigen Behörden wurden sofort eingeschaltet. In enger Absprache mit diesen wurden Gegenmaßnahmen zum Schutz des IT-Netzwerks eingeleitet und forensische Untersuchungen zur Ursachenermittlung aufgenommen.

Die kurzfristige Abmeldung der Notaufnahme war nach Auftreten des Verdachtsfalls am vergangenen Montag aus Gründen der Patientensicherheit notwendig geworden. Nadine Ortner bezeichnet diesen Schritt rückblickend als „bedauerlich, aber alternativlos in Anbetracht der Lage und eines möglichen Cyber-Angriffs“. Maßgeblich sei gewesen, kein Risiko für Patienten einzugehen: „Sicherheit geht vor.“

Von zentraler Bedeutung sei dabei gewesen, dass die Notfallversorgung in der Region jederzeit sichergestellt war. Die zuständige Rettungsstelle wurde frühzeitig informiert und leitete Notfälle in umliegende Krankenhäuser um – ein Vorgehen, das auch im Regelbetrieb nicht unüblich ist. Nach Angaben von Ortner und Schwarz wurden zudem alle relevanten Kooperationspartner, Gremien und Entscheidungsträger nach entsprechender Lageeinschätzung zeitnah eingebunden.

Mit der Wiederaufnahme des Betriebs der Notaufnahme ist die Erleichterung bei den Verantwortlichen spürbar. „Wir können für Notfallpatienten wieder da sein“, so Ortner und Schwarz. Eine Einschränkung bleibt jedoch bestehen: Schlaganfallpatienten müssen nachts weiterhin in umliegende Kliniken verlegt werden.

Während der Klinikbetrieb inzwischen nahezu wieder im Normalmodus läuft, dauern die Ermittlungen an. In diesem Zusammenhang heben Vorständin und Landrat die Zusammenarbeit ausdrücklich hervor: Das Zusammenspiel aller beteiligten Stellen – vom Landeskriminalamt über Versicherungen bis hin zur Staatsanwaltschaft – sei „herausragend“ gewesen und bleibe es weiterhin.

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