Krankenhaus Crivitz baut Kurzzeitpflege mit Landesförderung aus

Mecklenburg-Vorpommern investiert 1,54 Millionen Euro in neue Kurzzeitpflegeplätze am LUP-Klinikum am Crivitzer See

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern fördert den Ausbau der Kurzzeitpflege am Krankenhaus Crivitz mit 1,54 Millionen Euro. Am LUP-Klinikum am Crivitzer See sollen 16 neue Kurzzeitpflegeplätze entstehen. Die Landesregierung sieht darin einen wichtigen Baustein zur Entlastung pflegender Angehöriger und zur Weiterentwicklung des Klinikstandorts im Zuge der Krankenhausreform.

Mit einem neuen Förderprogramm zur Stärkung der Kurzzeitpflege setzt das Land Mecklenburg-Vorpommern auf den Ausbau pflegerischer Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum. Wie das Sozialministerium am 13. Mai 2026 mitteilte, erhält das Krankenhaus Crivitz Fördermittel in Höhe von 1,54 Millionen Euro für den Aufbau einer neuen Kurzzeitpflegeeinrichtung mit insgesamt 16 Plätzen.

Die Förderung ist Teil eines Landesprogramms mit einem Gesamtvolumen von 4,4 Millionen Euro, das Ende 2025 aufgelegt wurde. Ziel ist es, pflegende Angehörige stärker zu entlasten und zusätzliche Kapazitäten für zeitlich begrenzte stationäre Pflegeangebote zu schaffen.

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheits- und Sozialministerin Stefanie Drese betonte bei der Übergabe des Fördermittelbescheids die Bedeutung der Kurzzeitpflege insbesondere nach Krankenhausaufenthalten oder zur Entlastung pflegender Angehöriger. Viele Familien würden Pflegeleistungen über lange Zeiträume hinweg übernehmen und dabei häufig an ihre Belastungsgrenzen gelangen.

Zugleich ordnete Drese das Projekt in die aktuelle Krankenhausreform ein. Der Standort Crivitz solle perspektivisch als sektorenübergreifendes Versorgungszentrum mit Schwerpunkt Altersmedizin weiterentwickelt werden. Die neue Kurzzeitpflege ergänze dieses Konzept und trage dazu bei, den Klinikstandort langfristig wirtschaftlich und versorgungsstrukturell abzusichern.

Auch aus kommunaler Sicht wird das Vorhaben als wichtiger Beitrag zur regionalen Gesundheitsversorgung bewertet. Stefan Sternberg erklärte, dass Landkreis und Land gemeinsam an der Zukunftssicherung des Krankenhausstandorts arbeiteten. Durch das Projekt entstünden rund 20 zusätzliche Arbeitsplätze.

Der Geschäftsführer der LUP-Kliniken, Alexander M. Gross, bezeichnete den Aufbau der Kurzzeitpflege als wichtigen Schritt zur Unterstützung pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen. Die neue Einrichtung solle einen entscheidenden Beitrag zur regionalen Versorgung leisten.

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