Klinikum Wolfenbüttel eröffnet neuen Funktionsbereich für Kardiologie und Gastroenterologie
Modernisierung für mehr Ambulantisierung, Sicherheit und effiziente Diagnostik am Standort abgeschlossen
Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel hat nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit einen neuen Funktionsdienstbereich für Kardiologie und Gastroenterologie eröffnet. Die Investition von mehr als 4,5 Millionen Euro umfasst modernisierte Untersuchungsräume, einen zentralen Aufwachbereich sowie neue Strukturen für die ambulante und stationäre Diagnostik.
Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel stellt seine medizinische Infrastruktur in den zentralen internistischen Disziplinen zukunftsfähig auf. Nach einer knapp zweieinhalbjährigen Umbauphase und Gesamtinvestitionen von mehr als 4,5 Millionen Euro wurden die neuen, hochmodernen Räumlichkeiten des Funktionsdienstbereichs für Gastroenterologie und Kardiologie feierlich eröffnet.
Wie das Klinikum im Rahmen einer Pressemitteilung berichtet, entstand der zukunftsweisende Funktionsbereich an historischer Stätte, wo sich zuvor der alte Zentral-OP des Hauses befand. Axel Burghardt, Geschäftsführer des Klinikums, zeigte sich hocherfreut über das Ergebnis und dankte der Stadt Wolfenbüttel, dem Förderverein, dem Aufsichtsrat sowie der gesamten Belegschaft für die tatkräftige Unterstützung und die aufgebrachte Geduld während der intensiven Bauphase. Das Großprojekt ermöglicht dem kardiologischen und gastroenterologischen Team nun die Durchführung nahezu der gesamten diagnostischen und therapeutischen Palette auf dem Niveau eines Universitätsklinikums.
Der Weg bis zum Bezug der neuen Funktionseinheit in der zweiten Etage des Krankenhauses erforderte tiefgreifende bauliche und logistische Maßnahmen. Zunächst musste der alte Zentral-OP komplett zurückgebaut und entkernt werden, bevor die detaillierte Fachplanung realisiert werden konnte. Die Modernisierung war aufgrund kontinuierlich steigender Patientenzahlen sowie der Integration innovativer Untersuchungsmethoden und raumintensiver medizintechnischer Großgeräte dringend erforderlich geworden. Prof. Dr. Kinan Rifai, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie, bezeichnete den Umzug als Sprung in ein neues Zeitalter. Michael Brandl, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie, unterstrich in diesem Zusammenhang den Stellenwert des Hauses, solche innovativen Großprojekte mit Raum für neue Ideen im Team erfolgreich umzusetzen.
Für die Patienten resultiert die bauliche Neukonzeption in einer signifikanten Erhöhung der Patientensicherheit, kürzeren Wegen und einer optimierten Intimsphäre in modernen Untersuchungs- und Vorgesprächsräumen. Das medizinische Herzstück der Etage bildet der neue, großzügig dimensionierte Aufwachraum, der so konzipiert wurde, dass er für das Funktionsdienst-Team jederzeit voll einsehbar ist. Sandra Mertins, Gesamtleitung der Funktionsdienste, betonte, dass die Belegschaft die Patienten dadurch permanent im Blick habe, um im Bedarfsfall unmittelbar reagieren zu können. Gleichzeitig fungiere der Raum als interdisziplinäre Schnittstelle, an der Funktionsdienst, Gastroenterologen und Kardiologen Hand in Hand arbeiten. Ein wesentlicher Fokus bei der architektonischen Planung lag auf dem Trend zur Ambulantisierung. Da bereits jetzt zahlreiche Eingriffe ohne stationären Aufenthalt durchgeführt werden – mit weiter steigender Tendenz –, wurden bewusst erweiterte Kapazitäten im Aufwachbereich sowie separate Räume für präoperative Aufklärungsgespräche geschaffen.
Ergänzt wird die Funktionseinheit durch eine hochmoderne, nahezu vollautomatisierte Aufbereitungsanlage für Endoskope. Um das Risiko von Transportschäden zu minimieren und die Patientensicherheit weiter zu maximieren, verbleiben die hochempfindlichen Geräte bis zu ihrem direkten Einsatz am Patienten in speziellen Körben. Zudem wurde ein Fokus auf maximale Flexibilität und Hygiene gelegt: Alle Untersuchungsräume sind mit mobilen Gerätschaften ausgestattet, was jede gastroenterologische und kardiologische Untersuchung in jedem Raum ermöglicht.
Durch den Verzicht auf feste Schranksysteme zugunsten verschiebbaren Mobiliars wird zudem die hygienische Reinigung erheblich erleichtert. Die neu gewonnenen Kapazitäten erlauben darüber hinaus eine engere sektorübergreifende Vernetzung: Künftig wird Michael Lim, Facharzt für Innere Medizin aus dem MVZ Innere Medizin Salzgitter, die Infrastruktur als Kooperationspartner für Endoskopien nutzen. Ein Stillstand ist am Standort Wolfenbüttel indes nicht absehbar: In den frei gewordenen Räumen der ersten Etage haben bereits die Bauarbeiten für ein zweites Linksherzkatheterlabor zur erweiterten Herzgefäßdiagnostik begonnen, wie Dr. Björn Billmann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie, abschließend ankündigte.




