Kreiskrankenhaus Greiz erweitert ambulantes Operationsangebot
Neues Zentrum für ambulante Eingriffe verbindet moderne Medizin mit individueller Patientensicherheit
Das Kreiskrankenhaus Greiz-Ronneburg baut seine Strukturen für ambulante Operationen weiter aus. Mit dem Anfang 2026 eröffneten Zentrum für ambulante Eingriffe stehen Patientinnen und Patienten moderne Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, bei denen kleinere operative Eingriffe sicher und komfortabel innerhalb eines Tages durchgeführt werden können. Gleichzeitig bleibt die stationäre Weiterbetreuung möglich, wenn eine sofortige Entlassung medizinisch nicht sinnvoll ist.
Durch moderne minimalinvasive Operationsverfahren können viele Eingriffe heute ambulant durchgeführt werden. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies häufig eine schnellere Rückkehr in die vertraute Umgebung und eine geringere Belastung durch einen längeren Krankenhausaufenthalt. Am Kreiskrankenhaus Greiz steht dabei jedoch nicht die schnelle Entlassung im Mittelpunkt, sondern die medizinische Sicherheit. Der individuelle Gesundheitszustand entscheidet darüber, wann eine Patientin oder ein Patient nach Hause zurückkehren kann.
„Jeder Mensch reagiert anders auf Operationen und so braucht jeder Patient eine andere Betreuung. Was das Richtige ist, entscheidet dabei der behandelnde Arzt gemeinsam mit dem Patienten“, erklärt Geschäftsführer Dr. Tommy Jehmlich. Eine längere Betreuung sei selbstverständlich möglich, wenn diese medizinisch erforderlich sei. Entscheidend sei, dass die Menschen gesund und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.
Das Zentrum für ambulante Eingriffe wurde Anfang 2026 am Standort Greiz eingerichtet und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Die Behandlungen erfolgen in den spezialisierten Funktionsbereichen und Operationssälen des Krankenhauses, die den hohen Anforderungen an Hygiene, Technik und medizinische Versorgung entsprechen. Zum Versorgungskonzept gehört eine umfassende Vorbereitung auf den Eingriff. Bereits im Vorfeld werden bei einem persönlichen Untersuchungstermin medizinische Fragen geklärt und die Operation individuell geplant. Am Behandlungstag werden die Patientinnen und Patienten durch das medizinische Team begleitet. Nach der Operation erfolgt eine engmaschige Überwachung im Aufwach- und Nachsorgebereich. Dabei werden unter anderem Atmung, Blutdruck, Kreislauf und Allgemeinzustand kontrolliert. Gerade die ersten Stunden nach einem Eingriff sind entscheidend. Neben möglichen Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit oder Kreislaufproblemen benötigen viele Menschen vor allem Sicherheit und persönliche Betreuung. Das medizinische Team kann Veränderungen frühzeitig erkennen und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen einleiten.
Eine ambulante Operation bedeutet nicht automatisch eine Entlassung am gleichen Tag. Wenn sich der Gesundheitszustand nicht stabil genug entwickelt oder zusätzliche Beobachtung notwendig ist, bleibt die weitere Versorgung im Krankenhaus gewährleistet. Zu den Kriterien für eine sichere Entlassung gehören unter anderem ein stabiler Kreislauf, ein guter Allgemeinzustand sowie ein unauffälliger Erholungsverlauf nach dem Eingriff. Zusätzlich muss sichergestellt sein, dass die Patientinnen und Patienten zu Hause ausreichend unterstützt werden können.
„Unsere Patientinnen und Patienten spüren, dass sie mit ihren Sorgen, Beschwerden und Fragen nicht allein sind. Wir betrachten nicht nur den Eingriff, sondern den ganzen Menschen“, betont Dr. Jehmlich. Besonders bei multimorbiden Patienten, also Menschen mit mehreren gleichzeitig bestehenden Erkrankungen, sei eine umfassende medizinische Betrachtung entscheidend.
Die enge Zusammenarbeit des Zentrums für ambulante Eingriffe mit den Fachkliniken, der Anästhesie, den Funktionsbereichen und dem OP-Bereich ermöglicht kurze Abstimmungswege. Sollte sich der Gesundheitszustand unerwartet verändern, können unmittelbar weitere diagnostische oder therapeutische Schritte erfolgen.
Mit dem Ausbau des ambulanten Operierens erweitert die Kreiskrankenhaus Greiz-Ronneburg GmbH ihr Behandlungsspektrum und stärkt ihre Rolle als regionaler Gesundheitsversorger. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten abhängig von ihrer individuellen medizinischen Situation die jeweils passende Versorgungsform anzubieten – ambulant, wenn dies möglich ist, und stationär, wenn es erforderlich ist.




