Klinikum Solingen löst Servicegesellschaft wieder auf
Rund 110 Beschäftigte kehren in TVöD-Strukturen zurück – Rückführung nach Verhandlungen mit ver.di
Das Städtische Klinikum Solingen kehrt die 2024 eingeführte Auslagerung seiner Servicebereiche wieder um. Die für Bereiche wie Küche, Reinigung und Logistik gegründete Servicegesellschaft wird zum 1. Oktober 2026 aufgelöst. Die rund 110 Beschäftigten sollen künftig wieder direkt beim kommunalen Klinikum angestellt werden und unter den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) fallen.
Die Entscheidung folgt auf mehrmonatige Verhandlungen zwischen der Servicegesellschaft, der Tarifkommission sowie der Gewerkschaft ver.di. Nach Informationen aus dem politischen Umfeld soll im Rahmen der Gespräche zudem eine weitreichende Vereinbarung getroffen worden sein: Sowohl betriebsbedingte Kündigungen als auch eine erneute Privatisierung der Servicebereiche sollen demnach für mindestens zehn Jahre ausgeschlossen werden. Entsprechende Angaben werden unter anderem vom lokalen Rundfunk RadioRSG berichtet.
Die betroffenen Beschäftigten waren bislang in eine ausgelagerte Servicegesellschaft eingebunden, die im Jahr 2024 aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus gegründet wurde. Ziel war es damals, insbesondere die Bereiche Reinigung, Küche und Logistik organisatorisch zu bündeln und wirtschaftliche Effekte zu erzielen, wie das Solinger Tageblatt berichtet. Bereits die Einführung dieser Struktur im Jahr 2023 war politisch umstritten und wurde im Stadtrat kontrovers diskutiert.
Mit der nun beschlossenen Rückführung wird diese Auslagerungsstrategie wieder beendet und die Organisationsstruktur des Klinikums erneut in den kommunalen Betrieb integriert. Für die Belegschaft bedeutet dies eine Rückkehr in die tarifvertraglich abgesicherten Strukturen des öffentlichen Dienstes.




