Klinikum Oldenburg und Delme Klinikum starten Verbundkooperation
Strategische Partnerschaft stärkt Versorgung in Onkologie und Kardiologie im Nordwesten
Wie die beiden kommunalen Häuser am 23.06.2026 mitteilten, haben das Klinikum Oldenburg und das Delme Klinikum Delmenhorst eine strategische Verbundkooperation vereinbart. Ziel ist eine engere standortübergreifende Zusammenarbeit in der regionalen Gesundheitsversorgung, insbesondere in den Bereichen Onkologie sowie Kardiologie und Herzchirurgie. Die Kooperation soll wohnortnahe Versorgung mit universitären Leistungen der Maximalversorgung im Nordwesten Deutschlands stärker verzahnen.

Haben eine strategische Verbundkooperation zwischen dem Delme Klinikum Delmenhorst und dem Klinikum Oldenburg geschlossen: (v.l.n.r.) Dr. Christian Peters (Geschäftsführer, Delme Klinikum Delmenhorst), Dr. Constanze Kathan-Selck (Stabsstelle des Vorstands für Universitätsmedizin und Kooperationen, Klinikum Oldenburg), Prof. Dr. Andrea Morgner-Miehlke (Vorständin, Klinikum Oldenburg), Josef Jürgens (Geschäftsführer, Delme Klinikum Delmenhorst) und Rainer Schoppik (Vorstand, Klinikum Oldenburg).
Foto: Klinikum Oldenburg
Mit der nun vereinbarten Verbundkooperation reagieren das Klinikum Oldenburg und das Delme Klinikum Delmenhorst auf die zunehmenden strukturellen Herausforderungen der Krankenhausversorgung in Deutschland. Beide Häuser wollen ihre medizinischen Schwerpunkte künftig enger abstimmen und Versorgungskapazitäten gezielter bündeln. Im Mittelpunkt steht dabei die Weiterentwicklung einer regional abgestimmten Versorgungsstruktur, die sowohl wohnortnahe Behandlung als auch den Zugang zu hochspezialisierter Medizin sicherstellen soll.
Das Klinikum Oldenburg als Maximalversorger und Teil der Universitätsmedizin Oldenburg übernimmt innerhalb der Kooperation eine koordinierende Rolle. Das Delme Klinikum Delmenhorst bleibt zugleich zentraler Versorger für die Bevölkerung in Delmenhorst und der umliegenden Region. Die Kooperation ist damit als komplementäres Modell angelegt, das unterschiedliche Versorgungsstufen stärker miteinander verknüpft.
Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf der Onkologie. Hier besteht bereits seit Jahren eine etablierte Kooperation über das Onkologische Medizinische Versorgungszentrum des Klinikums Oldenburg am Standort Delmenhorst. Diese Struktur soll nun im Rahmen der Verbundkooperation weiterentwickelt und ausgebaut werden. Mit geplanten Neubauten an beiden Standorten entstehen zusätzliche infrastrukturelle Voraussetzungen, um spezialisierte Leistungen enger zu verzahnen und Prozesse effizienter zu gestalten.
Auch in der Kardiologie und Herzchirurgie sehen beide Partner erhebliche Entwicklungspotenziale. Künftig soll die kardiologische Versorgung in Delmenhorst stärker durch die universitäre Expertise aus Oldenburg unterstützt werden. Ziel ist es, spezialisierte Leistungen wohnortnäher bereitzustellen und gleichzeitig die Qualität durch eine engere fachliche Vernetzung zu erhöhen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies potenziell kürzere Wege zu spezialisierten Angeboten bei gleichzeitig höherer Versorgungsstabilität.
Die Krankenhausleitungen betonen zudem die gesundheitspolitische Dimension der Kooperation. Vor dem Hintergrund der laufenden Krankenhausreform wird die Zusammenarbeit als Beitrag zur Neuordnung der Versorgungsstrukturen verstanden. Statt isolierter Standortlogik setzt das Modell auf abgestimmte Leistungsportfolios und gemeinsame medizinische Konzepte innerhalb einer definierten Versorgungsregion.
Die Kooperation ist langfristig angelegt und soll schrittweise um weitere gemeinsame Versorgungsschwerpunkte erweitert werden. Beide Kliniken verstehen die Vereinbarung als strategischen Baustein zur Sicherung einer leistungsfähigen Krankenhauslandschaft im Nordwesten Niedersachsens.




