Klinikum Aschaffenburg-Alzenau modernisiert Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte
Neue Betriebsvereinbarungen schaffen mehr Flexibilität, Familienfreundlichkeit und Gesundheitsangebote
Das Klinikum Aschaffenburg-Alzenau und der Betriebsrat haben neue Betriebsvereinbarungen für den ärztlichen Dienst beschlossen. Aufbauend auf den bereits erfolgreichen Vereinbarungen im nichtärztlichen Bereich, die von über 100 Pflegekräften angenommen wurden, setzt das Klinikum damit den nächsten Schritt hin zu attraktiveren Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeitenden.
Im Zentrum der Vereinbarungen stehen flexible Arbeitszeitmodelle, unterstützende Maßnahmen bei der Kinderbetreuung und zusätzliche Leistungen zur Stärkung der Gesundheit der Beschäftigten. Geschäftsführer Sebastian Lehotzki betont: „Die Bindung hochqualifizierter Fachkräfte durch bessere Arbeitsbedingungen macht unser Krankenhaus attraktiv und stark. Sie ist die Grundlage dafür, dass wir auch in Zukunft eine hochwertige medizinische Versorgung gewährleisten können – zum Wohle aller Patientinnen und Patienten.“
Betriebsratsvorsitzender Andreas Parr erklärt: „Die Modelle für den ärztlichen und den nichtärztlichen Dienst berücksichtigen die spezifischen berufs- und tariflichen Rahmenbedingungen. Entscheidend ist, dass beide Vereinbarungen die bestmögliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen.“
Leistungen der neuen Betriebsvereinbarung im Überblick
- Flexible Arbeitszeiten: Wunschdienste möglich, teilweise 4-Tage-Woche, Arbeitszeit bis zu 48 Stunden pro Woche nach betrieblichen Belangen frei wählbar
- Unterstützung bei der Kinderbetreuung: bis zu 200 Euro pro Kind und Monat (3. bis 6. Lebensjahr, anteilig bei Teilzeit)
- Gesundheitsförderung: Gesundheitsprämie von rund 100 Euro monatlich
- Jubiläumsprämien: bis zu 1.000 Euro
- Tarifsicherheit: vollständige Anwendung des TV-Ärzte/VKA
- ZVK-Altersvorsorge: unverändert über die Zusatzversorgungskasse
- Urlaubsanspruch: bereits tariflich identisch mit dem nichtärztlichen Dienst
Bestimmte Themen, wie Jahressonderzahlung oder Halteprämien, sind weiterhin in Prüfung und sollen im kommenden Jahr erneut beraten werden.
Unterstützung durch Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat begrüßt die Vereinbarungen ausdrücklich. Dr. Alexander Legler, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender, erklärt: „Die neuen Betriebsvereinbarungen zeigen, wie wir im Klinikum Herausforderungen gemeinsam und mit Blick auf die Zukunft angehen. Damit stärken wir die hervorragende Qualität der Gesundheitsversorgung.“
Auch Oberbürgermeister Jürgen Herzing, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, betont: „Wir schaffen ein Modell, das Freiraum ermöglicht und gleichzeitig Sicherheit gibt. Mit diesen Vereinbarungen investieren wir in gute Arbeitsbedingungen und sichern die Attraktivität unseres Klinikums als Arbeitgeber.“
Die neuen Betriebsvereinbarungen gelten ab sofort und sind unbefristet.




