Hochtaunuskreis: Neues MVZ in Oberursel stärkt ambulante Versorgung
DGD MVZ Hohe Mark bündelt Allgemeinmedizin, Neurologie und Psychiatrie unter einem Dach
In Oberursel ist mit dem DGD MVZ Hohe Mark ein neues interdisziplinäres Versorgungsangebot gestartet. Wie die Betreiber mitteilen, soll das Zentrum die ambulante Versorgung durch kurze Wege und enge fachliche Abstimmung verbessern. Die Einrichtung wurde am 22. April offiziell eröffnet.
Mit der Eröffnung des DGD MVZ Hohe Mark entsteht in Oberursel ein neues ambulantes Versorgungsangebot, das auf interdisziplinäre Zusammenarbeit setzt. In den neu gestalteten Räumen werden Allgemeinmedizin, Neurologie und Psychiatrie organisatorisch und räumlich zusammengeführt. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten eine koordinierte Diagnostik und Therapie aus einer Hand zu ermöglichen.
Das Konzept des Medizinischen Versorgungszentrums basiert auf einer engen Verzahnung der Fachbereiche. Statt einzelner, voneinander unabhängiger Praxen sollen strukturierte Abstimmungsprozesse zwischen Hausärzten und Fachärzten etabliert werden. Damit reagiert das MVZ auf zunehmende Anforderungen an eine integrierte Versorgung, insbesondere bei chronischen und komplexen Krankheitsbildern.
Die Einrichtung verfügt aktuell über ein Team aus fünf Fachärztinnen und Fachärzten und deckt ein breites Leistungsspektrum ab – von der hausärztlichen Grundversorgung bis hin zur spezialisierten neurologischen und psychiatrischen Behandlung. Damit adressiert das MVZ insbesondere Versorgungsbedarfe in der Region, in der der Zugang zu Hausarztplätzen teilweise eingeschränkt ist.
Die neuen Räumlichkeiten befinden sich im historischen Gebäude „Haus Waldeseck“, das umfassend modernisiert wurde. Neben medizinischen Anforderungen standen dabei auch Aspekte der Barrierefreiheit und Erreichbarkeit im Fokus. Das MVZ ist als eigenständige gemeinnützige Gesellschaft organisiert, nutzt jedoch die räumliche Nähe zu bestehenden Klinikstrukturen für potenzielle Synergien.
Vertreter aus Kommunalpolitik und Gesundheitsverwaltung sehen in dem Projekt eine deutliche Verbesserung der regionalen Versorgung. Antje Runge betonte, dass insbesondere neue Einwohnerinnen und Einwohner von zusätzlichen hausärztlichen Kapazitäten profitieren könnten. Auch Thorsten Schorr hob die Bedeutung des breiten Leistungsspektrums hervor.
Aus Sicht der medizinischen Leitung soll das fachübergreifende Konzept zudem dazu beitragen, Wartezeiten zu reduzieren und Behandlungsprozesse effizienter zu gestalten. Perspektivisch ist eine Erweiterung des Leistungsangebots denkbar, um weitere Fachrichtungen einzubinden und die integrierte Versorgung weiter auszubauen.





