Gesundheits-Holding gegründet: Fusion von Klinikum Darmstadt und Agaplesion Elisabethenstift

Ein deutschlandweit einmaliges Projekt verbindet öffentliches und diakonisches Krankenhaus

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und  die AGAPLESION gAG gründen gemeinsame Gesundheits-Holding, die das Klinikum Darmstadt und das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT zusammenführt. Oberbürgermeister Hanno Benz, AGAPLESION-Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Horneber und Klinikdezernent André Schellenberg bezeichneten den Tag als „Meilenstein für die moderne Gesundheitsversorgung in Darmstadt und in der gesamten Region Südhessen“. Die Holding wird jeweils zu 50 Prozent von der Stadt und AGAPLESION getragen; die Krankenhäuser werden zunächst mit je 60 Prozent in die Holding eingebracht.

Die Zusammenführung zielt darauf ab, die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu sichern und das Klinikum wirtschaftlich zu stabilisieren. Die Verantwortlichen betonten die Bedeutung einer offenen Kommunikationskultur während des mehrjährigen Prozesses: Sowohl Gespräche mit der Arbeitnehmerseite als auch die regelmäßige Abstimmung auf Führungsebene hätten wesentlich zum Vertrauen und Gelingen des Projekts beigetragen. Dr. Horneber bezeichnete die Fusion als „Mammutprojekt“ mit Vorbildcharakter, das kulturelle, medizinische und wirtschaftliche Eckpfeiler klar definiere.

Das Medizinkonzept der neuen Holding soll schrittweise umgesetzt werden, wobei die ersten Baumaßnahmen 2027 geplant sind. Im Jahr 2026 sollen Patientinnen, Patienten und überweisende Ärztinnen und Ärzte keine Änderungen in der Versorgung bemerken. Für die Mitarbeitenden beider Häuser werden verschiedene Gesprächsformate angeboten, um ein gemeinsames Arbeits- und Führungsklima aufzubauen. Die Verantwortlichen sehen den Zusammenschluss als wegweisend für Südhessen und betonen, dass die Fusion den Versorgungsauftrag des Hessischen Landeskrankenhausplans stärker, qualitativ besser und zukunftsfähig umsetzt.

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