Ermittlungen gegen Kinderarzt nach Missbrauchsvorwurf in Klinik Rathenow
Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern
Die Staatsanwaltschaft Potsdam führt ein Ermittlungsverfahren gegen einen 45-jährigen Kinderarzt der Havelland Kliniken GmbH. Gegenstand der Ermittlungen ist der Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern gemäß § 176 Abs. 1 Nr. 1 StGB. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll sich der mutmaßliche Vorfall am 2. November 2025 im Rahmen der beruflichen Tätigkeit des Beschuldigten in den Räumen des Klinikstandorts Rathenow ereignet haben.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Strafanzeige durch die Mutter eines betroffenen Kindes. In der Folge leitete die Polizei umgehend Ermittlungsmaßnahmen ein, darunter auch Durchsuchungen. Die Auswertung der dabei sichergestellten Datenträger und weiterer Beweismittel habe nach Angaben der Staatsanwaltschaft einen dringenden Tatverdacht gegen den Beschuldigten begründet.
Aufgrund des dringenden Tatverdachts wurde der Beschuldigte am 24. November 2025 festgenommen. Einen Tag später erließ die zuständige Ermittlungsrichterin auf Antrag der Staatsanwaltschaft Potsdam einen Haftbefehl, der auf den Haftgrund der Wiederholungsgefahr gestützt ist. Seitdem befindet sich der Kinderarzt in Untersuchungshaft.
Im Zuge der fortlaufenden Auswertung der sichergestellten Datenträger ergaben sich zudem Anhaltspunkte für mögliche weitere Missbrauchshandlungen zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen. Auch diese Verdachtsmomente sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Staatsanwaltschaft Potsdam weist darauf hin, dass die Pressehoheit in dem Ermittlungsverfahren ausschließlich bei ihr liegt. Weitere Auskünfte zum Stand der Ermittlungen erfolgen demnach ausschließlich über die Staatsanwaltschaft. Eine strafrechtliche Bewertung bleibt dem weiteren Verlauf des Ermittlungs- und gegebenenfalls des gerichtlichen Verfahrens vorbehalten.




