Philips Future Health Index 2026: KI spart Klinikerinnen und Klinikern bereits Zeit und zeigt messbare Auswirkungen im Gesundheitswesen

KI spart Klinikerinnen und Klinikern jährlich das Äquivalent von 16 Arbeitstagen; die Hälfte berichtet, dadurch mehr Patientinnen und Patienten behandeln zu können

KI im GesundheitswesenKünstliche Intelligenz (KI) spart Klinikpersonal bereits heute jährlich mehr als 16 Arbeitstage ein und ermöglicht die Behandlung zusätzlicher Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig riskieren Gesundheitssysteme, aufgrund unzureichender Schulungen und fragmentierter Infrastrukturen zurückzufallen. Dies geht aus dem Philips Future Health Index 2026 hervor, der 11. Ausgabe des globalen Berichts, basierend auf den Perspektiven von mehr als 2.000 Gesundheitsfachkräften und 20.000 Patientinnen und Patienten in 10 Ländern.

Die Ergebnisse des Future Health Index 2026 zeigen, wie KI die Versorgung bereits aktiv in ein hybrides Modell erweiterter Behandlungsteams transformiert.

  • Fast zwei Drittel (65 %) der Klinikerinnen und Kliniker nutzen KI-Tools am Arbeitsplatz zunehmend mit messbarem Nutzen:
  • Sie berichten, dass KI ihnen jede Woche Zeit spart. Knapp die Hälfte (46 %) gibt an, jährlich mindestens 132 Stunden einzusparen – das entspricht mehr als drei Arbeitswochen.
  • 50 % berichten über mehr Kapazitäten für Patientinnen und Patienten, im Durchschnitt acht zusätzliche Fälle pro Woche.

Die dadurch frei gewordene Zeit wird in höherwertige klinische Tätigkeiten und die Beziehung zu Patientinnen und Patienten reinvestiert – und verändert damit grundlegend die Versorgung.

Shez Partovi, Chief Innovation Officer bei Philips: „Besonders ermutigend ist, dass KI bereits heute einen spürbaren Unterschied in der klinischen Praxis macht – für Fachkräfte und Patientinnen und Patienten gleichermaßen. Wir sehen, dass Menschen signifikant Zeit sparen, mehr Patientinnen und Patienten versorgen und sich bei der Arbeit besser fühlen. Im Kern unterstützt KI medizinisches Fachpersonal und schafft mehr Raum für das, was wirklich zählt: klinische Entscheidungen und Patientenversorgung. Gleichzeitig stehen viele Gesundheitssysteme noch am Anfang ihrer KI-Reise, insbesondere bei Infrastruktur und Schulung.“

Weniger Stress, mehr Sicherheit und mehr Vertrauen

Durch die Automatisierung von Routineaufgaben und die Optimierung von Arbeitsabläufen reduziert KI auch die emotionale und kognitive Belastung des Klinikpersonals. Die Hälfte berichtet über weniger arbeitsbedingten Stress (49 %), zwei Drittel (65 %) über mehr Sicherheit in der Entscheidungsfindung. Bemerkenswert ist, dass 39 % bereits erlebt haben, dass KI potenzielle medizinische Fehler mindestens dreimal innerhalb von drei Monaten erkannt oder verhindert hat.

„Klinikerinnen und Kliniker beginnen KI nicht mehr als abstrakte Technologie zu sehen, sondern als etwas, das die Patientensicherheit konkret verbessert“, sagte Ami Bhatt, MD, Chief Innovation Officer am American College of Cardiology.

Gesundheitssysteme holen bei KI auf – mit Lücken

Während viele Fachkräfte Effizienzgewinne berichten, zeigt sich gleichzeitig ein Mangel an organisatorischer Reife. Einige Gesundheitssysteme erzielen bereits deutliche Erfolge, andere bleiben in Pilotprojekten stecken. Fragmentierte IT-Strukturen und fehlende Interoperabilität erschweren die Skalierung von KI im klinischen Alltag.

59 % der Klinikerinnen und Kliniker sehen ihre Führungsebene auf dem richtigen Weg bei der KI-Implementierung. Dennoch berichten 7 von 10 (70 %) über unzureichende, uneinheitliche oder fehlende Schulungen. Besonders gefragt sind Trainings zu Validierung von KI-Ergebnissen, technischer Anwendung und rechtlicher Verantwortung.

Patientinnen und Patienten werden aktive KI-Nutzer

82 % der Befragten erwarten, dass sich ihre Rolle in Richtung höherwertiger Tätigkeiten verschiebt. 71 % gehen davon aus, dass KI ihnen hilft, ihr Potenzial besser auszuschöpfen. Gleichzeitig kommen Patientinnen und Patienten zunehmend KI-informiert in die Sprechstunde: 74 % der Kliniker berichten davon, dass dies bereits der Fall ist.

Mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten (56 %) erwartet, künftig aktiver in ihre Versorgung eingebunden zu sein.

Carla Goulart Peron, Chief Medical Officer bei Philips: „Zeitersparnis bedeutet mehr als Effizienz. Viele Kliniker berichten von weniger Stress und besserer Work-Life-Balance. Patientinnen und Patienten profitieren direkt durch qualitativ hochwertigere Gespräche und mehr Zeit für echte Aufmerksamkeit. Vertrauen entsteht durch menschliche Verbindung – und mehr Zeit dafür nutzt allen.“

Über den Future Health Index 2026

Der Future Health Index ist eine der größten globalen Studien seiner Art und analysiert die Perspektiven von Gesundheitsfachkräften und Patientinnen und Patienten in mehreren Ländern. Die Ausgabe 2026 basiert auf quantitativer Forschung mit über 2.000 Fachkräften und mehr als 20.000 Patientinnen und Patienten in 10 Ländern und untersucht den Einsatz von KI im Gesundheitswesen sowie deren Auswirkungen auf Zeitgewinn, Kapazitätserweiterung und Versorgungsqualität.

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