Meierhofer führt SaaS-Abrechnung in Kliniken produktiv ein

Allgemeines Krankenhaus Viersen setzt neue M-KIS-Abrechnung ein – Alternative zu SAP IS-H und i.s.h.med

Die Meierhofer AG hat ihre neu entwickelte, SaaS-fähige Lösung für die Patientenabrechnung in mehreren Krankenhäusern produktiv eingeführt. Jüngster Anwender ist das Allgemeines Krankenhaus Viersen. Die Einführung ist für Krankenhäuser relevant, die bislang mit SAP IS-H oder i.s.h.med arbeiten und vor dem Hintergrund des SAP-Ausstiegs nach integrierten Alternativen suchen.

Wie Meierhofer mitteilt, ist die Abrechnungslösung seit Herbst 2024 im Portfolio und seit Anfang 2026 in mehreren Einrichtungen unterschiedlicher Größe im Echtbetrieb. Sie richtet sich sowohl an Häuser, die bereits mit dem Krankenhausinformationssystem M-KIS arbeiten, als auch an Kliniken, die eine vollständige Migration ihres KIS planen. Der Umstieg kann schrittweise oder im sogenannten Big-Bang-Verfahren erfolgen.

„Wir haben unser Versprechen gehalten und bieten mit unseren Lösungen einen sicheren Ausstieg aus der SAP-Welt“, erklärt Christian Köhl, Bereichsleiter Kundenprojekte und Vertrieb Deutschland bei Meierhofer. Der Anbieter setze dabei bewusst auf einen KIS-integrierten Ansatz. Die Abrechnung sei ein besonders sensibler Bereich, der frühzeitig geplant werden müsse und nur in enger Zusammenarbeit zwischen Klinik und Hersteller erfolgreich umgesetzt werden könne.

Die neue M-KIS-Abrechnung ist webbasiert, cloud- und touchfähig sowie vollständig in die medizinischen Prozesse integriert. Sie deckt alle zentralen Abrechnungsschritte ab – von der Datenvalidierung über die Rechnungserstellung bis zur Kommunikation mit den Kostenträgern nach § 301 SGB V. Durch die Integration in das KIS können Abrechnungsmitarbeitende bei Unstimmigkeiten direkt in medizinische Dokumentationen wechseln, ohne einen Systembruch. Regelbasierte Automatismen ermöglichen für einen Großteil der Fälle eine automatisierte Abrechnung.

Technisch basiert die Lösung auf einer containerisierten Architektur. Diese soll Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit sowie Updates ohne Downtime ermöglichen. Zudem ist eine Anbindung an unterschiedliche ERP-Systeme vorgesehen, was den Einsatz auch in heterogenen IT-Landschaften erleichtert.

Für das Krankenhausmanagement gewinnt die Lösung insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden SAP-IS-H-Ablösung an Bedeutung. Die Kombination aus integrierter Abrechnung und Patientenmanagement soll administrative Prozesse vereinfachen, die Datenqualität erhöhen und die Abrechnungsfähigkeit sichern. Ergänzend ist das Modul M-KIS Patientenmanagement bereits seit 2022 im DACH-Raum im Einsatz und bildet die Grundlage für Aufnahme-, Entlass- und Bewegungsprozesse.

Weitere Einblicke in die Lösung und mögliche Umstiegsszenarien will Meierhofer auf der DMEA geben, die vom 21. bis 23. April 2026 in Berlin stattfindet.

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