KI im Gesundheitswesen: Deutschland laut Expertin „elf Jahre hinterher“
Gesundheitsökonomin sieht Defizite bei Digitalisierung und Datennutzung – Krankenhäuser stehen vor strategischem Handlungsdruck
Nach Einschätzung der Gesundheitsökonomin Ariel Dora Stern hinkt Deutschland beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen deutlich hinterher. „Wir sind elf Jahre hinterher“, sagte Stern in einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit vom 23. März 2026. Für Krankenhäuser ergeben sich daraus weitreichende Implikationen für Digitalisierung, Versorgungssteuerung und strategische IT-Entwicklung.
Stern, die am Hasso-Plattner-Institut tätig ist, verweist auf strukturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den USA. Während dort bereits seit 2009 massiv in digitale Infrastrukturen investiert worden sei, habe Deutschland erst mit dem Krankenhauszukunftsgesetz ab 2020 vergleichbare Initiativen gestartet. Dies wirke sich unmittelbar auf die Nutzung von KI-Anwendungen im klinischen Alltag aus.






