DigitalRadar: Universitätsklinikum Ulm steigert Digitalisierungsgrad auf 72 Prozent

KHZG-Projekte treiben deutlichen Fortschritt im DigitalRadar

Das Universitätsklinikum Ulm hat seinen Digitalisierungsgrad im aktuellen DigitalRadar deutlich auf 72 Prozent gesteigert. Damit liegt das Klinikum klar über dem Durchschnitt vergleichbarer Einrichtungen (55 Prozent), wie aus der aktuellen Erhebung des vom Bundesministerium für Gesundheit initiierten DigitalRadar Krankenhaus hervorgeht. Besonders stark entwickelten sich die klinischen Prozesse im Zuge der Umsetzung des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG).

Klinische Prozesse als Treiber der digitalen Transformation

Die aktuellen Ergebnisse zeigen eine dynamische Entwicklung der digitalen Reife am Universitätsklinikum Ulm seit der Erstmessung im Jahr 2021. Während der Gesamtscore von 35 Prozent (2021) über 48 Prozent (2024) auf nun 72 Prozent (2026) gestiegen ist, verzeichnet insbesondere das Themenfeld „klinische Prozesse“ einen überdurchschnittlichen Zuwachs. Hier erhöhte sich der Reifegrad von 38 Prozent auf 78 Prozent.

Nach Angaben des Klinikums wurden die Fortschritte maßgeblich durch die Umsetzung zentraler Digitalisierungsprojekte im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes erreicht. Dazu zählen primär die Einführung einer digitalen Patientenkurve, die elektronische Medikation, der Ausbau eines Patientenportals sowie Maßnahmen zur Stärkung der IT-Sicherheit. Diese Entwicklungen gelten als zentrale Bausteine für eine stärker datenbasierte und interoperable Krankenhausversorgung.

Das DigitalRadar Krankenhaus wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit entwickelt und dient der systematischen Bewertung des digitalen Reifegrads deutscher Krankenhäuser. Ziel ist es, Fortschritte in der Digitalisierung transparent abzubilden und strukturelle Entwicklungspotenziale sichtbar zu machen. Die aktuelle Vergleichsgruppe erreicht im Durchschnitt einen Wert von 55 Prozent und bleibt damit deutlich hinter dem Universitätsklinikum Ulm zurück.

CIO Robert Mahnke bewertet die Entwicklung als wichtigen Zwischenschritt der digitalen Transformation. Die bisherigen Maßnahmen hätten die digitale Ausgangsbasis des Hauses deutlich verbessert und zentrale Prozesse modernisiert. Gleichzeitig betont das Klinikum, dass die erreichten Fortschritte nicht als Endpunkt zu verstehen seien, sondern als Grundlage für die weitere Integration digitaler Anwendungen in den Versorgungsalltag.

Im Fokus der nächsten Entwicklungsphase steht insbesondere die nachhaltige Verankerung digitaler Prozesse in klinischen und administrativen Abläufen. Ziel ist es, Daten besser verfügbar zu machen, interdisziplinäre Zusammenarbeit zu stärken und die Versorgungseffizienz weiter zu erhöhen. Dabei kommt der kontinuierlichen Anpassung an technologische und organisatorische Anforderungen eine zentrale Rolle zu.

Die Ergebnisse des DigitalRadar bestätigen damit eine insgesamt positive Entwicklung der digitalen Infrastruktur am Universitätsklinikum Ulm, zeigen aber zugleich, dass die vollständige digitale Transformation weiterhin ein langfristiger Prozess bleibt.

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