IGEL und Zscaler veröffentlichen Sicherheits-Blaupausen für das Gesundheitswesen
Neue Zero-Trust-Architekturleitlinien für verteilte Versorgung, klinische Endpunkte und Cybersicherheit in Kliniken
Die Unternehmen IGEL und Zscaler haben neue gemeinsame Sicherheits-Blaupausen für das Gesundheitswesen vorgestellt, die Kliniken und Gesundheitseinrichtungen bei der Absicherung verteilter Versorgungsstrukturen unterstützen sollen. Wie beide Unternehmen im Rahmen der HIMSS26 Europe in Kopenhagen mitteilten, sollen die Architekturleitlinien insbesondere den sicheren Zugriff auf Patientendaten, die Absicherung verteilter Endpunkte sowie die Betriebskontinuität im Falle von Cyberangriffen stärken.
Die neuen Sicherheits-Blaupausen adressieren nach Angaben der Unternehmen zentrale Herausforderungen moderner Gesundheitsversorgung, die zunehmend außerhalb klassischer Krankenhausstrukturen stattfindet. Dazu zählen etwa ambulante Einrichtungen, mobile Arbeitsplätze medizinischen Fachpersonals sowie hybride Versorgungsmodelle.
IGEL und Zscaler setzen dabei auf eine Kombination aus einem unveränderlichen Endpunkt-Betriebssystem von IGEL und der cloudbasierten Zero-Trust-Plattform „Zscaler Zero Trust Exchange“. Ziel ist es, den Zugriff auf klinische Systeme stärker identitäts- und richtlinienbasiert zu steuern und klassische VPN-Architekturen schrittweise zu ersetzen.
Fokus auf Cyberresilienz und Versorgungskontinuität
Ein Schwerpunkt der veröffentlichten Blaupausen liegt auf der Absicherung kritischer Versorgungsszenarien, etwa bei Cyberangriffen oder Systemausfällen. Für solche Fälle wird ein sogenannter „Isolated Recovery Environment Access“-Ansatz beschrieben, der es ermöglichen soll, Systeme in einen vertrauenswürdigen Zustand zurückzuführen und gleichzeitig kontrollierten Zugriff auf Wiederherstellungsumgebungen sicherzustellen.
Weitere Anwendungsfelder betreffen standardisierte Sicherheitsmodelle für verteilte Kliniken sowie den sicheren Remote-Zugriff für medizinisches Fachpersonal. Damit sollen einheitliche Sicherheits- und Zugriffsrichtlinien über unterschiedliche Versorgungsstandorte hinweg etabliert werden. Nach Angaben der Unternehmen soll dies dazu beitragen, den Schutz sensibler Gesundheitsdaten (PHI) zu stärken und gleichzeitig die Betriebskontinuität im klinischen Alltag sicherzustellen. Die zunehmende Dezentralisierung der Versorgung führe zu einer erweiterten Angriffsfläche, die neue Sicherheitsarchitekturen erforderlich mache.
Bedeutung für Krankenhäuser und IT-Infrastruktur
Die Blaupausen richten sich insbesondere an Krankenhäuser und Gesundheitsorganisationen, die ihre IT-Infrastruktur modernisieren und auf Zero-Trust- und SASE-Architekturen umstellen wollen. Dabei steht die Reduktion lokaler Sicherheitslösungen zugunsten zentral gesteuerter Cloud-Sicherheitsmodelle im Fokus.
Durch die Kombination aus Endpunktsicherheit und cloudbasierter Zugriffskontrolle sollen komplexe Sicherheitslandschaften vereinheitlicht und der Verwaltungsaufwand reduziert werden. Gleichzeitig wird der sichere Zugriff auf klinische Anwendungen in unterschiedlichen Versorgungssettings ermöglicht.
IGEL und Zscaler positionieren die Lösung als Beitrag zu einer resilienteren digitalen Gesundheitsinfrastruktur, die sowohl Sicherheitsanforderungen als auch Anforderungen an die Versorgungsfähigkeit berücksichtigen soll.




