forsa-Umfrage im Auftrag der KKH zeigt: 26 % der Menschen haben Angst vor einem Krankenhausaufenthalt
KKH-Umfrage zeigt: Krankenhauskeime bleiben größte Sorge – Patientensicherheit im Fokus
Die Angst vor einem Klinikaufenthalt ist in Deutschland weiterhin weit verbreitet. Wie eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännischen Krankenkasse zeigt, hätten derzeit 26 Prozent der 18- bis 70-Jährigen bei einem bevorstehenden Krankenhausaufenthalt Sorgen hinsichtlich der Behandlung. Damit ist nach wie vor jede vierte Person beunruhigt – Frauen mit 30 Prozent deutlich häufiger als Männer mit 22 Prozent. Zwar ist der Anteil der „Krankenhausangst“ im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (2024: 34 Prozent), dennoch bleibt das Thema hoch relevant.
Als Hauptgrund für ihre Unsicherheit nennen 58 Prozent der Befragten eigene schlechte Erfahrungen. Weitere 41 Prozent berichten, Schlechtes gehört zu haben. Besonders ausgeprägt ist die Furcht vor Krankenhausinfektionen: 20 Prozent der Befragten äußern hierzu konkrete Ängste. Ebenfalls sorgen eine mögliche Folgeoperation (16 Prozent) sowie Komplikationen bei der Narkose (12 Prozent). Weniger Beunruhigung lösen mögliche Medikamentenunverträglichkeiten oder die Befürchtung von im Körper vergessenen OP-Materialien aus (jeweils 7 Prozent).
Laut Vijitha Sanjivkumar, Expertin für Patientensicherheit bei der KKH, ist ein Krankenhausaufenthalt „für viele Menschen eine Ausnahmesituation“, weshalb Unsicherheiten ernst genommen werden müssten. Die Hygienestandards in deutschen Kliniken seien sehr hoch, betont die Expertin, und es gebe „klare Abläufe, die regelmäßig überprüft und verbessert werden“. Um Ängste abzubauen, empfiehlt sie Betroffenen, sich vor einem Aufenthalt gut zu informieren und Fragen direkt mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten zu klären: „Denn wer weiß, was auf ihn zukommt, fühlt sich sicherer.“
Darüber hinaus können Patientinnen und Patienten selbst zur Sicherheit beitragen. Sanjivkumar rät dazu, aufmerksam zu bleiben und Unstimmigkeiten – etwa falsche Ansprache oder abweichende Medikation – sofort anzusprechen. Zudem können Versicherte ihre eigenen Erfahrungen im Meldeportal „Mehr Patientensicherheit“ der Ersatzkassen einreichen. Diese Berichte werden von Expertinnen und Experten ausgewertet, um wiederkehrende Fehlerquellen zu identifizieren und künftige Behandlungen sicherer zu machen.






