Krankenhaustag diskutiert Reformen und Klinikstrategien

Am 17. November stehen moderne Führung, ärztliche Arbeitsbedingungen sowie
Klinikfusionen und Sanierungskonzepte im Mittelpunkt
Der 49. Deutsche Krankenhaustag widmet sich am 17. November 2026 den Herausforderungen der Krankenhausreform, der Personalführung und der wirtschaftlichen Neuausrichtung von Gesundheitseinrichtungen. Im Rahmen der MEDICA in Düsseldorf diskutieren Vertreter aus Medizin, Pflege und Klinikmanagement über attraktive Arbeitsbedingungen, strukturelle Veränderungen und praktische Erfahrungen mit Klinikübernahmen und Fusionen.
Der Vormittag steht unter dem Leitmotiv „Zukunft gestalten statt Mangel verwalten“. Prof. Mandy Mangler, Ärztliche Direktorin am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, erläutert Ansätze einer respektvollen Führung und einer veränderten Feedbackkultur. Sebastian Helber, Chefarzt für Akut- und Notfallmedizin an der München Klinik Neuperlach, beschäftigt sich mit generationengerechten Arbeitsmodellen und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Gemeinsam mit Sonja Mathes vom Marburger Bund und Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen, wird anschließend diskutiert, wie Krankenhäuser für ärztliche und pflegerische Fachkräfte attraktiv bleiben können.
Krankenhausreform zwischen Finanzierung und Versorgungsauftrag
Ein weiterer Themenblock behandelt die Folgen der Krankenhausreform für die ärztliche Tätigkeit. Ingo Morell, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, spricht über das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und medizinischem Versorgungsauftrag.
Prof. Christoph Stellbrink, Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie und Intensivmedizin in Bielefeld, beleuchtet die Chancen und Risiken der Reform für das ärztliche Personal. Den Abschluss bilden fünf Thesen zur Zukunft des Arztberufs und gemeinsame Schlussfolgerungen von Marburger Bund und Verband leitender Krankenhausärztinnen und -ärzte.
Klinikübernahmen, Fusionen und Managementhaftung
Am Nachmittag stehen unter dem Titel „Zwischen Prävention, Insolvenz und Neustart – Zukunftsstrategien für Gesundheitseinrichtungen“ praktische Beispiele aus dem Klinikmanagement im Mittelpunkt.
Den Auftakt übernimmt Dirk Köcher, Präsident des Verbands des Klinikmanagements Deutschlands (VKD). Anschließend berichten Mirko Papenfuß, VKD-Vizepräsident, und Dr. Gunnar Pietzner, Geschäftsführer der Pro Klinik Holding GmbH, über Erfahrungen mit der Übernahme der Park-Klinik Weißensee. Die rechtlichen Aspekte erläutern die Rechtsanwälte Dr. Alexander Verhoeven und Andreas Schmieg.
Jan Jakobitz, Geschäftsführer der Krankenhäuser St. Elisabeth und St. Barbara in Halle (Saale), stellt Erfahrungen aus deren Fusion vor. Abschließend behandelt Ansgar Kentrup vom Ecclesia-Versicherungsdienst aktuelle Entwicklungen der Managementhaftung.
Der Deutsche Krankenhaustag findet vom 16. bis 19. November 2026 auf dem Düsseldorfer Messegelände statt. Der zweite Kongresstag beginnt um 11:00 Uhr und endet um 17:30 Uhr. Die Teilnahme ist nach vorheriger Registrierung kostenfrei.




