Krankenhäuser in Hamburg und Schleswig-Holstein haben 2025 wieder mehr vollstationäre Patienten behandelt
Nach vorläufigen Daten des Statistikamtes Nord stieg die Fallzahl in Hamburg um 3,3 Prozent und in Schleswig-Holstein um 1,5 Prozent. Das Niveau vor der Corona-Pandemie wird in beiden Ländern allerdings weiterhin nicht erreicht.
Die stationäre Krankenhausversorgung in Norddeutschland verzeichnet 2025 einen weiteren Anstieg der Behandlungszahlen. Besonders deutlich fällt die Entwicklung in Hamburg aus. Dort wurden nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein rund 477.000 Patienten vollstationär behandelt. Gegenüber 2024 entspricht dies einem Zuwachs von 3,3 Prozent.
Trotz dieser Entwicklung liegen die Hamburger Krankenhäuser weiterhin unter dem Fallzahlenniveau vor der Corona-Pandemie. Gegenüber 2019 wurden 2025 noch 4,2 Prozent weniger vollstationäre Patienten behandelt.
Parallel zu den steigenden Fallzahlen nahm die Bettenauslastung zu. Sie erreichte in Hamburg durchschnittlich 76,2 Prozent, nachdem sie 2024 noch bei 74,4 Prozent gelegen hatte. Das entspricht einem Anstieg um 1,8 Prozentpunkte innerhalb eines Jahres. Vom Auslastungsniveau des Jahres 2019 ist die Krankenhausversorgung jedoch ebenfalls noch entfernt: Damals waren durchschnittlich 80,5 Prozent der Betten belegt.
Die durchschnittliche Verweildauer blieb dagegen weitgehend stabil. Sie lag 2025 bei 7,6 Tagen, gegenüber 7,7 Tagen im Vorjahr und 7,5 Tagen im Jahr 2019.
Schleswig-Holstein bleibt 8,2 Prozent unter dem Niveau von 2019
Auch in Schleswig-Holstein stieg die Zahl der vollstationären Krankenhausbehandlungen. Rund 547.600 Patienten wurden dort 2025 behandelt. Das waren 1,5 Prozent mehr als im Jahr 2024. Im längerfristigen Vergleich fällt die Entwicklung allerdings deutlich schwächer aus als in Hamburg. Gegenüber 2019 liegt die Zahl der vollstationär behandelten Patienten in Schleswig-Holstein weiterhin 8,2 Prozent niedriger.
Bei der Bettenauslastung gab es im Vergleich zum Vorjahr kaum Veränderungen. Sie stieg lediglich von 74,0 auf 74,1 Prozent. Vor der Pandemie hatte die durchschnittliche Auslastung der Krankenhausbetten noch 78,6 Prozent betragen.
Die durchschnittliche Verweildauer sank von 7,8 Tagen im Jahr 2024 auf 7,6 Tage im Jahr 2025. Damit wurde wieder exakt der Wert des Jahres 2019 erreicht.




