Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen in Schleswig-Holstein wieder auf dem Vormarsch
AOK NordWest registriert deutlichen Anstieg der Klinikaufnahmen – Fälle bei 13- bis 15-Jährigen mehr als verdoppelt
In Schleswig-Holstein werden wieder mehr Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Alkoholvergiftung in Krankenhäuser eingeliefert. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest stieg die Zahl der stationären Behandlungen wegen Rauschtrinkens im vergangenen Jahr auf 89 Fälle. Im Vorjahr waren es noch 74 Fälle. Damit setzt sich der rückläufige Trend der vergangenen Jahre nicht fort.
Besonders deutlich fällt der Anstieg bei den 13- bis 15-Jährigen aus. In dieser Altersgruppe hat sich die Zahl der Klinikaufenthalte aufgrund von Rauschtrinken nach Angaben der AOK NordWest mehr als verdoppelt.
Für die Krankenkasse ist die Entwicklung ein Warnsignal. „Wenn mehr Heranwachsende wegen einer Alkoholvergiftung in der Notaufnahme landen, ist das ein schlechtes Zeichen“, erklärt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest. Die Alkoholprävention müsse deshalb weiter intensiviert werden.
Alkoholkonsum sei insbesondere für Heranwachsende mit erheblichen Risiken verbunden. Nach Einschätzung der AOK können langfristige gesundheitliche Folgen entstehen, die sich auch auf die schulische und berufliche Entwicklung auswirken können. Zudem steige das Risiko einer späteren Abhängigkeit.




