GKV-Reform: Kliniken warnen vor weiteren Insolvenzen

Sozialverbände und Krankenhäuser fordern Hilfen – Länder sehen Bund in der Verantwortung

Nach dem vom Bund beschlossenen Sparpaket zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung wächst die Sorge vor weiteren wirtschaftlichen Belastungen für Krankenhäuser. Wie die Tagesschau berichtet, warnen Sozialverbände und Klinikvertreter vor einem möglichen Milliardenloch und weiteren Insolvenzen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir sieht hingegen kaum Spielraum für einen zusätzlichen Nothilfefonds und verweist auf die Verantwortung des Bundes.

Die wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser verschärft sich nach Einschätzung von Verbänden und Klinikträgern weiter. Bereits vor den aktuellen Maßnahmen zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung schreiben zahlreiche Kliniken Verluste und sind auf Unterstützung ihrer Träger oder zusätzliche Finanzierungshilfen angewiesen.

Mit dem vom Bund beschlossenen GKV-Sparpaket sollen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzt und steigende Beitragssätze gedämpft werden. Aus Sicht der Krankenhäuser führen die vorgesehenen Einsparungen jedoch zu zusätzlichen Belastungen für einen Bereich, der bereits durch steigende Personal-, Energie- und Sachkosten sowie strukturelle Veränderungen unter Druck steht.

Sozialverbände und Vertreter der Krankenhauslandschaft befürchten deshalb, dass weitere Kliniken in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten könnten. Im Raum steht nach ihren Angaben ein erhebliches Finanzierungsdefizit, das die Stabilität insbesondere kleinerer und kommunaler Krankenhäuser gefährden könnte.

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