Forderungen nach Strukturreformen in der ambulanten Versorgung
Primärarztsystem und Honorarreform sollen Versorgungssicherheit und Finanzierbarkeit stärken
Angesichts steigender Krankenkassenbeiträge und wachsender Unzufriedenheit der Bevölkerung mit den Wartezeiten auf Facharzttermine hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann Strukturreformen auch in der ambulanten Versorgung gefordert. Beim Sommerempfang der nordrheinischen Ärzteschaft in Düsseldorf betonte Laumann am 24. September 2025: „Wir müssen ein gemeinsames Interesse daran haben, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“ Dies sei eine zentrale Aufgabe der Selbstverwaltung.
Nach der bereits umgesetzten Krankenhausreform in NRW seien nun auch Veränderungen in der ambulanten Versorgung notwendig. Laumann sprach sich für die Einführung eines Primärarztsystems und eine Honorarreform aus. Vertragsärztinnen und -ärzte sollen künftig einen Teil ihres Honorars unabhängig vom Patientenkontakt erhalten, um eine unkontrollierte Mengenausweitung zu vermeiden. „Das Gesundheitssystem muss finanzierbar bleiben, denn es ist ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge“, mahnte Laumann. Ein alleiniges Drehen an der Beitragsschraube sei angesichts der Sozialabgaben keine Lösung mehr…




