Nachschau: DKG zum Krankenhausgipfel: Reform ja – aber mit klaren Korrekturen
Krankenhausgesellschaft fordert Aussetzung der Vorhaltefinanzierung und Überarbeitung der Hybrid-DRGs
Auf dem Krankenhausgipfel 2025 in Berlin hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ihre Position zur Krankenhausreform geschärft. Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß betonte die Chancen der Reform für eine effizientere Versorgung im demografischen Wandel, machte jedoch deutliche Kritikpunkte geltend.
Die DKG sieht insbesondere die Vorhaltefinanzierung in ihrer aktuellen Form als untauglich: Sie löse keine strukturellen Probleme, zementiere Abhängigkeiten von Fallzahlen und verursache zusätzliche Bürokratie. Die Forderung: vollständige Aussetzung des Modells und Beauftragung der Selbstverwaltung mit einem wirklich fallzahlunabhängigen Konzept. Als Übergangslösung seien bestehende Zuschläge ausreichend. Zudem plädiert die DKG für die sofortige Abschaffung des Fixkostendegressionsabschlags, um Strukturreformen nicht zu behindern.
Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der Ambulantisierung. Die DKG kritisierte die jüngsten Erweiterungen der Hybrid-DRGs als nicht tragfähig. Sie gefährdeten die Länderplanung, schwächten die Krankenhausfinanzen und eröffneten Raum für investorengetriebene Doppelstrukturen in Praxiskliniken. Stattdessen müsse der ambulante Ausbau an Krankenhäusern gefördert und die Kooperation mit niedergelassenen Ärzten gestärkt werden, um Qualität und Versorgungssicherheit – auch in ländlichen Regionen – zu gewährleisten.
Update: Die Aufzeichnung ist nun online.






