DGfM sieht Medizincontrolling vor struktureller Überlastung
Fachgesellschaft kritisiert regulatorische Verdichtung und fehlende Umsetzbarkeit im Klinikalltag
Die Deutsche Gesellschaft für Medizincontrolling (DGfM) warnt vor einer zunehmenden Überforderung des Medizincontrollings im Zuge der aktuellen Krankenhausreform. Nach Einschätzung von Prof. Dr. Erika Raab führt die Kombination aus hoher regulatorischer Dichte und zusätzlichen administrativen Anforderungen zu einer strukturellen Belastung, die in der Praxis kaum noch abbildbar sei. Damit drohe eine Entkopplung von normativen Vorgaben und verfügbaren Ressourcen im Krankenhausbetrieb.
Die Krankenhausreform wird politisch als umfassende Modernisierung des stationären Sektors beschrieben, die insbesondere Transparenz, Qualitätssicherung und die Reduktion von Fehlanreizen im Gesundheitswesen stärken soll. Aus Sicht der DGfM entsteht jedoch ein Spannungsverhältnis zwischen den formulierten Zielen und der tatsächlichen Umsetzbarkeit im klinischen Alltag. Im Zentrum der Kritik steht das Medizincontrolling, das eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung regulatorischer Vorgaben einnimmt. Nach Einschätzung von Prof. Dr. Erika Raab ist dieser Bereich besonders stark von der wachsenden regulatorischen Dichte betroffen. Die Reform führe zu einer deutlichen Ausweitung administrativer Anforderungen, die ohne entsprechende personelle und finanzielle Ressourcen umgesetzt werden müssten.




