Curacon erwartet 2027 Erlösverluste von rund 200 Euro je CMP für Krankenhäuser

Simulation zeigt Milliardenbelastungen für Kliniken – Ausgabenkürzungen der GKV treffen Leistungserbringer und erhöhen wirtschaftlichen Druck

Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) könnte die somatischen Krankenhäuser im Jahr 2027 erheblich belasten. Nach einer Simulation von Curacon drohen den Kliniken bundesweit Mindererlöse von rund 4,1 Milliarden Euro beziehungsweise durchschnittlich etwa 200 Euro je Case-Mix-Punkt (CMP). Die wirtschaftlichen Folgen könnten die Liquidität vieler Krankenhäuser deutlich verschärfen und das Insolvenzrisiko weiter erhöhen.

Die gesetzlich geplanten Maßnahmen zur Stabilisierung der GKV-Finanzen werden nach Einschätzung von Curacon zu erheblichen finanziellen Belastungen für Krankenhäuser führen. Grundlage der Berechnungen ist der Gesetzentwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes vom 29. April 2026 sowie eine Simulation auf Basis der Curacon Krankenhaus-Wirtschaftsdatenbank.

Nach den Berechnungen könnten somatische Krankenhäuser im Jahr 2027 mit Erlösminderungen von durchschnittlich bis zu 200 Euro je Case-Mix-Punkt belastet werden. Für die Krankenhauslandschaft werden insgesamt Mindererlöse von rund 4,1 Milliarden Euro erwartet.

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