Bayerns Kliniken behandeln wieder mehr stationäre Fälle

2,71 Millionen Behandlungen 2025 – Bettenzahl sinkt weiter, Auslastung steigt auf 73,1 Prozent

Die Zahl der vollstationären Krankenhausbehandlungen in Bayern ist 2025 leicht gestiegen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden in den 345 Krankenhäusern rund 2,71 Millionen Fälle behandelt – 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig gingen Bettenzahl, Belegungstage und Verweildauer zurück. Die durchschnittliche Bettenauslastung erhöhte sich auf 73,1 Prozent.

Die stationäre Versorgung in Bayern verzeichnet damit erstmals wieder einen leichten Anstieg der Fallzahlen. Während die Zahl der vollstationären Behandlungen um 0,3 Prozent zunahm, reduzierten sich die Berechnungs- und Belegungstage ebenfalls um 0,3 Prozent auf 19,53 Millionen Tage.

Die durchschnittliche Verweildauer sank von 7,3 auf 7,2 Tage je Behandlungsfall. Damit setzt sich langfristig die Entwicklung hin zu kürzeren stationären Aufenthalten fort: 2010 hatte die durchschnittliche Verweildauer noch bei 7,7 Tagen gelegen.

Weniger Betten bei höherer Auslastung

Parallel zur Entwicklung der Fallzahlen ist die stationäre Kapazität weiter zurückgegangen. Im Jahresdurchschnitt standen 2025 insgesamt 73.205 Krankenhausbetten zur Verfügung. Das waren 0,9 Prozent weniger als 2024. Gegenüber 2010 hat sich die Bettenzahl um 3,4 Prozent reduziert.

Trotz weniger Betten stieg die durchschnittliche Auslastung von 72,5 auf 73,1 Prozent. Bei den 3.675 Intensivbetten zeigte sich dagegen eine leicht rückläufige Entwicklung: Ihre Zahl sank gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent, die durchschnittliche Auslastung von 69,2 auf 69,0 Prozent.

Knapp 68 Prozent der Krankenhausbetten befinden sich in Häusern öffentlicher Trägerschaft. Auf private Krankenhäuser entfallen 21,8 Prozent und auf freigemeinnützige Träger 10,3 Prozent.

Zahl der Krankenhäuser seit 2010 deutlich gesunken

Auch die Krankenhausstruktur hat sich langfristig verändert. Mit 345 Krankenhäusern wurde 2025 der niedrigste Stand im Betrachtungszeitraum seit 2010 erreicht. Damals wurden noch 373 Krankenhäuser gezählt. Das entspricht einem Rückgang um 28 Häuser beziehungsweise rund 7,5 Prozent.

Nach Angaben des Landesamts ist die Entwicklung sowohl auf Klinikschließungen als auch auf Krankenhauszusammenschlüsse zurückzuführen. Bei Fusionen mehrerer Häuser zu einer wirtschaftlichen Einheit reduziert sich die statistisch ausgewiesene Zahl der Krankenhäuser, ohne dass damit zwangsläufig ein Klinikstandort geschlossen wird.

Die Krankenhauslandschaft bleibt dabei überwiegend von kleineren und mittleren Einrichtungen geprägt: 311 der 345 Krankenhäuser beziehungsweise 90,1 Prozent verfügen über weniger als 500 Betten. 26 Häuser haben zwischen 500 und 999 Betten, acht Krankenhäuser mindestens 1.000 Betten.

Personalbestand wächst – besonders in der Pflege

Entgegen dem Rückgang bei Krankenhäusern und Betten ist die Zahl der Beschäftigten gestiegen. 2025 waren im Jahresdurchschnitt 169.680 Vollkräfte mit direktem Beschäftigungsverhältnis in den bayerischen Krankenhäusern tätig.

Davon entfielen 29.447 Vollkräfte auf den ärztlichen und 140.234 auf den nichtärztlichen Dienst. Im Pflegedienst waren 66.513 Vollkräfte beschäftigt. Gegenüber 2024 nahm der ärztliche Dienst um 2,1 Prozent und der nichtärztliche Dienst um 1,6 Prozent zu. Besonders deutlich fiel der Zuwachs in der Pflege mit 3,3 Prozent beziehungsweise 2.130 zusätzlichen Vollzeitäquivalenten aus.

Die Krankenhausstatistik zeigt damit für 2025 eine gegenläufige Entwicklung: Während die Zahl der Krankenhäuser und Betten weiter sinkt, steigen sowohl die stationären Fallzahlen als auch der Personalbestand leicht beziehungsweise deutlich an.