Änderungen bei der Fallzuordnung in der stationären Diabetologie durch den KHVVG-Grouper
Überlegungen zur Zentralisierung der stationären Diabetologie: Auswirkungen des KHVVG-Groupers
Der KHVVG-Grouper hat die bisherigen Überlegungen zur Zentralisierung der stationären Diabetologie in deutschen Krankenhäusern grundlegend verändert. Im Gegensatz zu früheren Annahmen, dass DRGs einer spezifischen Leistungsgruppe zugeordnet werden, können viele DRGs nun in verschiedenen Leistungsgruppen landen. Die neuen Definitionshandbücher zum Leistungsgruppen-Grouping führen ein zweistufiges Verfahren ein, das folgendermaßen funktioniert:
- Eine erste Zuordnung erfolgt auf Basis einer Kombination aus Diagnosen, Prozeduren und Alter, ähnlich der Logik des DRG-Groupings.
- Falls keine Leistungsgruppe im ersten Schritt zugeordnet wird, erfolgt eine Zuordnung gemäß dem FAB-Schlüssel (Fachabteilungsschlüssel) der Fachabteilung mit der längsten Verweildauer.
Diese Änderung führt dazu, dass die Zuordnung zu der Leistungsgruppe LG002 Komplexe Endokrinologie und Diabetologie im Erwachsenenbereich nun fast ausschließlich durch den FAB-Schlüssel erfolgt. Dabei wird die LG002 nur dann angesteuert, wenn der FAB-Schlüssel 0153 (Diabetologie) verwendet wurde, was bedeutet, dass Kliniken, die Diabetologie unter anderen FAB-Schlüsseln (z. B. Allgemeine Innere Medizin) führen, diese Fälle in der LG001 Allgemeine Innere Medizin wiederfinden…






