STATAMED in Sulingen wird fortgeführt
Klinik und AOK Niedersachsen sichern Versorgungsmodell bis 2028
Zwei Jahre nach dem Start des Innovationsfondsprojekts STATAMED wird das Versorgungsmodell an der Klinik Sulingen dauerhaft weitergeführt. Gemeinsam mit der AOK Niedersachsen und Klinik Sulingen wurde ein Anschlussvertrag geschlossen, der die Fortsetzung des Angebots zunächst bis zum 31. Dezember 2028 sichert.
STATAMED wurde ursprünglich durch den Innovationsfonds des Gemeinsamer Bundesausschuss gefördert und zielt auf eine sektorenübergreifende Versorgung insbesondere für ältere und multimorbide Patientinnen und Patienten ab. Im Mittelpunkt steht eine eng vernetzte Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten sowie dem Rettungsdienst.
Das Modell richtet sich an Patientinnen und Patienten ohne akuten Notfallversorgungsbedarf, die dennoch eine engmaschige medizinische und pflegerische Betreuung benötigen. Neben der stationären Behandlung umfasst das Konzept auch eine strukturierte Nachsorge. Eine zentrale Rolle übernehmen dabei mobile Pflegekräfte, sogenannte „Flying Nurses“, die den Behandlungserfolg nach der Entlassung im häuslichen Umfeld oder in Pflegeeinrichtungen stabilisieren sollen.
Mit der Fortführung des Projekts wird ein Ansatz verstetigt, der auf eine verbesserte Versorgungskoordination und die Vermeidung unnötiger Krankenhausaufenthalte abzielt. Für die beteiligten Akteure steht primär die Kontinuität der Behandlung im Vordergrund, um Versorgungsbrüche zu reduzieren.
Zunächst ist das Angebot weiterhin auf Versicherte der AOK Niedersachsen beschränkt. Perspektivisch könnte das Modell jedoch auch für weitere Kostenträger geöffnet werden, sofern sich die positiven Effekte bestätigen.




