Qualitätssicherung in der Kardiologie: Chancen und Herausforderungen durch Routinedaten

Einsatz von Routinedaten für Versorgungsforschung und Qualitätsbewertung

Routinedaten bieten eine wertvolle Grundlage für die Qualitätssicherung und Versorgungsforschung in der Kardiologie, insbesondere in Bereichen wie Herzkatheter, Rhythmusimplantate und TAVI. Während gesetzliche Qualitätssicherungsdaten, der § 21-Datensatz und Krankenhausberichte wichtige Informationsquellen darstellen, erschweren Datenschutzbestimmungen und die sektorale Trennung der Daten eine effektive Nutzung.

Die aktuelle Diskussion zeigt, dass Routinedaten vor allem für interne Qualitätssicherung und Peer-Reviews geeignet sind, während Public Reporting aufgrund methodischer Schwächen problematisch bleibt. Mit der Krankenhausstrukturreform wächst jedoch der politische Druck, Routinedaten für qualitätsorientierte Vergütung und Steuerung des Gesundheitssystems weiterzuentwickeln.

Schächinger, V. Qualitätssicherung in der Kardiologie mit Routinedaten. Herz (2025). https://doi.org/10.1007/s00059-025-05306-0