#PflegeJetztBerlin-Forderungspapier fordert konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Pflege in Deutschland

Sechs dringende Forderungen für mehr Pflegekräfte und bessere Arbeitsbedingungen im deutschen Gesundheitssystem

Die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) hat im Rahmen ihrer #PflegeJetztBerlin-Kampagne ein Forderungspapier veröffentlicht, das sechs konkrete Maßnahmen zur Bewältigung des Pflegekräftemangels und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Pflegekräften fordert. In Anbetracht des dramatisch steigenden Bedarfs an Pflegekräften, insbesondere in Berlin, fordert die BKG die neue Bundesregierung zu konkretem Handeln auf.

Das Papier unterstreicht, dass bis 2030 in Berlin rund 10.000 zusätzliche Fachkräfte benötigt werden, um der wachsenden Zahl pflegebedürftiger Menschen gerecht zu werden. Deutschlandweit wird bis 2049 ein Mangel von bis zu 690.000 Pflegekräften prognostiziert. Die BKG fordert Maßnahmen gegen übermäßige Bürokratie, die Stärkung der Pflegekompetenzen sowie die Förderung der internationalen Fachkräfteanwerbung. Weitere Forderungen beinhalten den Abbau von Zeitarbeit und den Schutz von Pflegekräften vor Gewalt.

Marc Schreiner, Geschäftsführer der BKG, betont, dass für eine zukunftsfähige Pflege konkrete, sofort umsetzbare Maßnahmen erforderlich sind. Die sechs Forderungen beinhalten unter anderem:

  1. Stärkung der Attraktivität und Wertschätzung der Pflegeberufe
  2. Bürokratieabbau und Digitalisierung zur Entlastung der Pflegekräfte
  3. Erleichterung der Anerkennung internationaler Fachkräfte
  4. Begrenzung von Zeitarbeit und Förderung von festangestelltem Personal
  5. Schutz vor Gewalt gegenüber Pflegekräften
  6. Steigerung der Pflegekapazitäten und Rekrutierung der „Stillen Reserve“

Die #PflegeJetztBerlin-Kampagne setzt sich seit fünf Jahren aktiv für eine stärkere Pflege in Berlin ein und hat bereits Initiativen zur Gewinnung von Nachwuchskräften und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen ins Leben gerufen.