Deutscher Pflegerat verabschiedet Kodex zum Umgang mit extremistischen Parteien und Organisationen

Pflege als Werteprofession positioniert sich klar gegen Antidemokratie

Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat einen verbindlichen Kodex beschlossen, der den Umgang des Verbandes mit extremistischen Parteien und Organisationen regelt. Ziel ist es, in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung klare Standards für Kommunikation, interne Abläufe und das Handeln von Gremien und Mitarbeitenden zu schaffen.

„Unsere Arbeit basiert auf Menschlichkeit, Respekt und Verantwortung“, betont DPR-Präsidentin Christine Vogler. „Diese Haltung prägt auch unseren Austausch mit politischen Akteuren. Wir suchen den Dialog mit demokratischen Parteien, ziehen jedoch klare Grenzen gegenüber Kräften, die Menschenwürde, Vielfalt und Rechtsstaat infrage stellen.“

Der Kodex legt fest, dass extremistische Parteien und Organisationen zwar formell korrekt behandelt werden, gemeinsame öffentliche Auftritte oder weitergehende Zusammenarbeit jedoch ausgeschlossen sind. Anfragen werden dokumentiert, einheitlich beantwortet, und Mitarbeitende erhalten Orientierung für ihr tägliches Handeln. Öffentliche Stellungnahmen des DPR bleiben fachlich-sachlich und eindeutig abgegrenzt von antidemokratischen Positionen.

Der Verband betont damit die Werteorientierung der Pflege: Sie arbeitet mit und für Menschen, unabhängig von Herkunft, Identität, Religion oder sozialem Status. „Pflege lebt von Vertrauen, Achtung und einer klaren Orientierung an den Menschenrechten. Deshalb ist es unsere Verantwortung, uns deutlich an die Seite der Demokratie zu stellen und gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit aufzutreten“, so Vogler weiter.

Der Kodex gilt ab sofort für alle Aktivitäten des Deutschen Pflegerats und steht der Öffentlichkeit als Orientierung zur Verfügung.

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