40 Poolkräfte gleichen Personalengpässe am UK Dresden aus

Universitätsklinikum setzt seit fast 15 Jahren auf flexible Pflegeeinsätze – Poolmanagement umfasst inzwischen auch strukturierte Einarbeitung, Praxisanleitung und Personalentwicklung

Das Universitätsklinikum Dresden setzt zur Abfederung kurz- und langfristiger Personalengpässe auf einen Pflegepool mit aktuell rund 40 Beschäftigten. Die Mitarbeitenden werden flexibel auf unterschiedlichen Stationen eingesetzt. Das Modell besteht seit knapp 15 Jahren und soll neben der Dienstabdeckung zunehmend auch Personalentwicklung und flexible Arbeitsbedingungen ermöglichen.

Zum Pflegepool gehören Beschäftigte aus der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Medizinische Fachangestellte, Altenpflegende und Krankenpflegehelfende. Sie können abhängig vom Personalbedarf in unterschiedlichen Bereichen des Universitätsklinikums eingesetzt werden.

Nach Angaben des Klinikums wächst der Pool kontinuierlich. Pflegedirektor Mirko Radloff sieht neben der betrieblichen Flexibilität auch Vorteile für die Beschäftigten, die unterschiedliche Einsatzbereiche kennenlernen können. Voraussetzung seien allerdings eine strukturierte Einarbeitung sowie gegenseitiges Verständnis zwischen Poolkräften und den jeweiligen Stationsteams.

Pflegepool soll mehr als kurzfristige Dienstlücken schließen

Das Universitätsklinikum versteht das Poolmanagement inzwischen als Bestandteil seiner Personal- und Versorgungsstruktur. Neben der kurzfristigen Kompensation von Ausfällen gehören strukturierte Einarbeitung, Praxisanleitung, Personalentwicklung und die Erweiterung fachlicher Kompetenzen zum Konzept.

Damit sollen Poolkräfte nicht ausschließlich als personelle Reserve eingesetzt werden. Die wechselnden Einsatzbereiche sollen zugleich Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung eröffnen und unterschiedliche Anforderungen an Arbeitszeit und Einsatzplanung berücksichtigen.

Mehr als 115 Teilnehmer diskutieren Poolmodelle in Dresden

Am 23. und 24. September 2026 ist das Universitätsklinikum gemeinsam mit der Carl Gustav Carus Management GmbH Gastgeber des 5. Pflegepoolsymposiums. Mehr als 115 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden zu dem Netzwerktreffen erwartet.

Thematisiert werden unter anderem die strukturierte Einarbeitung in Intensivpflegepools, Berufseinstiegsprogramme, Personalgewinnung und -entwicklung sowie die Zusammenarbeit unterschiedlicher Generationen in Pflegeteams. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie flexible Personaleinsätze mit einer verlässlichen Patientenversorgung verbunden werden können.