Neue S3-Leitlinie stärkt strahlenfreie Diagnostik bei Kindern
Kontrastverstärkte Miktionsurosonografie gewinnt als Alternative zur Röntgen-MCU an Bedeutung
Federführend bei der neuen Leitlinie ist die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Bei der MUS wird über einen Katheter Ultraschallkontrastmittel in die Harnblase eingebracht. Anschließend lässt sich kontinuierlich beobachten, ob Urin aus der Blase in Richtung Harnleiter und Nieren zurückfließt.
Ein wesentlicher Vorteil gegenüber der konventionellen MCU ist der Verzicht auf ionisierende Strahlung. Dies ist vornehmlich im Kindesalter relevant. Zusätzlich können während der Untersuchung die Blasenfüllung und das Wasserlassen kontinuierlich beurteilt werden.
Die S3-Leitlinie definiert fachliche und gerätetechnische Voraussetzungen und gibt Empfehlungen zur Durchführung und Auswertung. Die DEGUM betont dabei die Bedeutung einer strukturierten Ausbildung und ausreichender praktischer Erfahrung der Untersuchenden.
Auch für die Vergütung könnte das Verfahren künftig an Bedeutung gewinnen: Nach Angaben der DEGUM wird die kontrastverstärkte MUS im aktuellen Entwurf der 2025 vom Deutschen Ärztetag verabschiedeten neuen GOÄ berücksichtigt.




