Adipositas: Zahl stationärer Krankenhausbehandlungen in NRW verdreifacht

Die Zahl der vollstationären Krankenhausbehandlungen aufgrund von Adipositas hat sich in Nordrhein-Westfalen binnen eines Jahrzehnts verdreifacht. Nach Angaben von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) wurden 2023 insgesamt 10.787 Patientinnen und Patienten mit entsprechender Hauptdiagnose stationär behandelt – ein Anstieg um 9,3 % gegenüber dem Vorjahr.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lag der Anteil der Frauen unter den behandelten Personen bei 70,1 %. Der Großteil der Betroffenen war zwischen 30 und 59 Jahre alt (71,7 %), lediglich 1,5 % waren minderjährig. Die höchsten Fallzahlen je 100.000 Einwohner verzeichnete Duisburg (104), gefolgt von Remscheid (99) und dem Kreis Kleve (86). Am niedrigsten war die Behandlungsquote in Münster (28).

Auch in Reha-Einrichtungen ist ein moderater Anstieg zu verzeichnen: 2.985 Personen wurden 2023 vollstationär wegen Adipositas behandelt – 3,2 % mehr als im Vorjahr. Langfristig zeigt sich jedoch ein Rückgang: Im Vergleich zu 2013 sank die Zahl der Reha-Behandlungen um 19,3 %.