Universitätsmedizin Greifswald: Defizit geringer als befürchtet und hohe Drittmittelquote

Die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) hat das Haushaltsjahr 2023 besser abgeschlossen als erwartet, trotz eines Defizits von rund 5 Millionen Euro. Im Vergleich zu anderen Universitätskliniken in Deutschland zeigt sich die UMG zufriedenstellend. Die klinische Leistung und die Anzahl der stationären sowie ambulanten Fälle sind gewachsen.

Die klinische Leistung der Unimedizin Greifswald ist im Jahr 2023 erneut angewachsen“, erklärt Prof. Uwe Reuter, Ärztlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender. Die Anzahl der stationären Fälle stieg von 35.656 auf 37.894, und die ambulanten Fälle von 217.373 auf 233.374. Trotz des Anstiegs der Patientenzahlen schloss die Unimedizin das Jahr mit einem Defizit von 5,1 Millionen Euro ab, was hauptsächlich auf die steigenden Kosten für Arzneimittel, Energie, IT-Leistungen und Lebensmittel sowie nicht gegenfinanzierte Tarifsteigerungen zurückzuführen ist.

Der Kaufmännische Vorstand Toralf Giebe betonte, dass das wirtschaftlich schwierige Umfeld und die massiven Kostensteigerungen maßgeblich zum Defizit beitrugen. Ursprünglich war ein Defizit von 13,2 Millionen Euro prognostiziert worden. Dank vorausschauender Wirtschaftsführung und Sondereffekten wie der Energiepreisbremse konnte das Defizit jedoch deutlich geringer ausfallen.

Im Vergleich zu anderen deutschen Unimedizinen steht die UMG gut da. Die Hälfte der deutschen Unimedizinen verzeichnete 2023 Defizite von mehr als 10 Millionen Euro, teilweise sogar im dreistelligen Bereich. Die UMG befindet sich somit im oberen Mittelfeld der Universitätskliniken…

Ein weiterer Erfolg der UMG ist die hohe Drittmittelquote. Wissenschaftler der Unimedizin Greifswald konnten über 30 Millionen Euro für Forschungsprojekte einwerben. Die Drittmittelquote lag bei 49 Prozent des Landeszuführungsbetrags. Dies zeigt die starke wissenschaftliche Leistung der Klinik.

Auch das Stammpersonal der UMG wurde um 122 Vollzeitstellen verstärkt, insbesondere im ärztlichen und pflegerischen Bereich, was die Klinik als wichtigen Arbeitgeber in der Region weiter stärkt.

Die Universitätsmedizin Greifswald hat damit trotz wirtschaftlicher Herausforderungen ihre klinischen und wissenschaftlichen Leistungen ausgebaut und konnte das Defizit geringer halten als ursprünglich erwartet.

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