Tarifrunde 2025 bei den DRK Kliniken Berlin gestartet
Marburger Bund fordert Entlastung durch Zusatzurlaub und 8,5 Prozent mehr Gehalt
Der Marburger Bund Landesverband Berlin/Brandenburg hat die Tarifverhandlungen mit den DRK Kliniken Berlin aufgenommen. Ziel der aktuellen Tarifrunde ist eine spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Ärztinnen und Ärzte sowie eine angemessene Gehaltsanpassung.
Im Zentrum der Verhandlungen steht ein Belastungsausgleich durch zusätzlichen Urlaub. Wie der Landesverband mitteilt, sollen Nachtarbeitsstunden künftig nicht mehr getrennt nach Regelarbeit und Bereitschaftsdienst gewertet werden, sondern zusammengefasst für die Berechnung von Zusatzurlaub herangezogen werden. Auch die Rufbereitschaften sollen in diese Regelung einbezogen werden. „Nicht vollständig in Zusatzurlaub umgewandelte Zeiten sollen zudem ins Folgejahr übertragbar sein“, fordert der Marburger Bund.
Parallel dazu wird eine lineare Entgeltsteigerung von 8,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten verlangt. Grundlage dieser Forderung war eine Mitgliederbefragung, mit der der Verband die drängendsten Anliegen der Ärztinnen und Ärzte identifiziert hat.
Die letzte Tarifrunde endete am 17. November 2023 mit einem umfangreichen Abschluss: Damals einigten sich beide Seiten auf eine Gehaltserhöhung von 9,75 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten sowie auf eine steuerfreie Einmalzahlung von 2.200 Euro. Weitere Punkte umfassten Verbesserungen bei der Stufenlaufzeit für Fachärztinnen und -ärzte und bei der Vergütung von Bereitschaftsdiensten.
Der erste Verhandlungstermin für die Tarifrunde 2025 findet am 31. Juli 2025 statt. Über den weiteren Verlauf der Verhandlungen will der Marburger Bund seine Mitglieder kontinuierlich informieren.




