Strategische Standortbündelung: DRK Kliniken Berlin Mitte und Westend fusionieren
Die DRK Kliniken Berlin reagieren auf die tiefgreifenden Veränderungen der Krankenhausreform und bündeln ihre Kräfte
In den kommenden Jahren werden die Standorte Mitte und Westend am Standort Spandauer Damm zusammengeführt. Trotz dieser weitreichenden Umstrukturierung gab die Geschäftsführung nun eine Bestandsgarantie für das Haus in Mitte bis mindestens 2028 ab.
Die Krankenhauslandschaft der Hauptstadt bleibt in Bewegung. Mit der geplanten Zusammenführung setzen die DRK Kliniken Berlin einen Trend fort, der durch die aktuelle Bundesgesetzgebung forciert wird: die Konzentration von medizinischen Angeboten, die Förderung der Spezialisierung und die Schaffung neuer ambulanter Kapazitäten.
Wie Dr. Christian Friese, Vorsitzender der Geschäftsführung, im Rahmen eines Pressegesprächs erläuterte, ist die vollumfängliche stationäre Versorgung am Standort Mitte (Drontheimer Straße) bis mindestens 2028 gesichert. Dies soll Patienten und Mitarbeitenden in einer dynamischen Umbruchphase Sicherheit geben.
Voraussetzung für die Zusammenführung ist die Erweiterung des Standorts Westend. Die notwendigen Umbaumaßnahmen, insbesondere für die Patientenaufnahme und die Erweiterung der Endoskopie, sollen voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen. Perspektivisch werden zentrale Fachbereiche nach Westend umziehen.
Die DRK Kliniken Berlin übernehmen zudem eine stabilisierende Rolle in der regionalen Versorgung, nachdem die weitgehende Schließung der benachbarten Schlosspark-Klinik Lücken gerissen hat. Durch den Aufbau neuer neurologischer und neurochirurgischer Angebote sowie die Stärkung der Augenmedizin reagiert der Verbund kurzfristig auf die veränderte Bedarfslage. In diesem Zusammenhang appellierte die Geschäftsführung an die Politik, mehr Gestaltungswillen zu zeigen, um mit der hohen Dynamik der Standortveränderungen Schritt zu halten.





