Pleißental-Klinik beendet Eigenverwaltungsverfahren erfolgreich
Sanierung abgeschlossen – Klinik setzt auf Verbundstrukturen und regionale Zusammenarbeit im Landkreis Zwickau
Die Pleißental-Klinik GmbH hat ihr Eigenverwaltungsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Wie das Krankenhaus mitteilt, hat das Amtsgericht Chemnitz nach der einstimmigen Annahme des Insolvenzplans durch die Gläubiger Ende Mai die Aufhebung des Verfahrens zum 30. Juni 2026 beschlossen. Mit dem Abschluss der Sanierung richtet die Klinik ihren Fokus auf den weiteren Ausbau des neu gegründeten Klinik- und Pflegeverbundes im Landkreis Zwickau.
Rund ein Jahr nach der Einleitung des Schutzschirmverfahrens am 18. Juni 2025 hat die Pleißental-Klinik das gerichtliche Sanierungsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Nach Angaben des Krankenhauses wurden während der Eigenverwaltung umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen entwickelt und bereits teilweise umgesetzt. Gleichzeitig seien organisatorische Strukturen gestärkt und betriebliche Prozesse optimiert worden.
Nach der einstimmigen Zustimmung der Gläubiger zum Insolvenzplan Ende Mai 2026 hat das Amtsgericht Chemnitz die Aufhebung des Eigenverwaltungsverfahrens beschlossen. Damit kehrt die Klinik in den regulären Geschäftsbetrieb zurück.
Während des gesamten Sanierungsprozesses sei die medizinische und pflegerische Versorgung der Patientinnen und Patienten ohne Einschränkungen sichergestellt worden. Die wirtschaftliche Stabilisierung gelang nach Angaben der Klinik durch das Zusammenwirken von Geschäftsführung, Mitarbeitenden, Sachwalter, Gläubigern sowie den beteiligten öffentlichen Institutionen.
Geschäftsführer Sven Hendel bezeichnete den Abschluss des Verfahrens als wichtigen Meilenstein nach einer emotional und organisatorisch herausfordernden Phase für das Krankenhaus.
Nach Einschätzung des Generalbevollmächtigten Thomas Mulansky verlässt die Pleißental-Klinik das Verfahren gestärkt und kann ihre Rolle innerhalb der regionalen Gesundheitsversorgung weiterhin wahrnehmen. Ziel sei es gewesen, den Krankenhausstandort Werdau dauerhaft zu erhalten und die stationäre Versorgung im Landkreis Zwickau zu sichern.
Auch der gerichtlich bestellte Sachwalter Rüdiger Wienberg bewertet den Sanierungsprozess als erfolgreich. Entscheidend für den Abschluss seien die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie die Unterstützung des Landkreises, des Freistaates Sachsen, der Gläubiger und der Mitarbeitenden gewesen.
Die Sanierung verdeutlicht erneut die Bedeutung der Eigenverwaltung als Instrument zur wirtschaftlichen Neuaufstellung von Krankenhäusern. Anders als bei einer Regelinsolvenz bleibt die Geschäftsführung dabei unter gerichtlicher Aufsicht handlungsfähig und kann notwendige Restrukturierungen eigenverantwortlich umsetzen.
Mit dem Abschluss des Verfahrens rückt nun die Weiterentwicklung des neu gegründeten Klinik- und Pflegeverbundes Landkreis Zwickau in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem Rudolf-Virchow-Klinikum Glauchau sollen Synergien genutzt, Prozesse harmonisiert und gemeinsame Versorgungsstrategien entwickelt werden.
Landrat Carsten Michaelis betonte, dass die langfristige Sicherung des Krankenhausstandortes Werdau während des gesamten Verfahrens oberste Priorität gehabt habe. Nun gelte es, die begonnenen Veränderungen konsequent fortzuführen und die Möglichkeiten des Verbundes für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung zu nutzen.
Auch Christian Wagner, Geschäftsführer des Klinik- und Pflegeverbundes Landkreis Zwickau gGmbH, sieht in der Pleißental-Klinik einen wichtigen Baustein der regionalen Krankenhausversorgung. Gemeinsame Strukturen und abgestimmte Prozesse sollen künftig die Leistungsfähigkeit der kommunalen Gesundheitsversorgung stärken.




