Werdau: Sven Hendel übernimmt Geschäftsführung der Pleißentalklinik
Erfahrener Sanierungsexperte soll Klinikverbund im Landkreis Zwickau wirtschaftlich stabilisieren – Fokus auf Neuausrichtung nach Schutzschirmverfahren
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Sven Hendel (Mitte), Geschäftsführer, mit der stellvertretenden Landrätin Angelika Hölzel und dem Geschäftsführer des Klinikverbundes, Christian Wagner.
Foto: Torree Hahn/Landkreis Zwickau
Die Pleißentalklinik Werdau besetzt ihre Führungsspitze neu: Sven Hendel wird zum 1. Februar 2026 neuer Geschäftsführer des sächsischen Akutkrankenhauses. Der 42-jährige Betriebswirt und Gesundheitsökonom setzte sich in einer öffentlichen Ausschreibung durch und tritt die Nachfolge von Uwe Hantzsch an, von dem sich das Haus einvernehmlich trennte. Landrat Carsten Michaelis bezeichnete Hendel als erfahrenen Fachmann, der insbesondere die begonnene Sanierung der Klinik konsequent fortsetzen soll.
Hendel ist in der Region kein Unbekannter: Er war unter anderem als Verwaltungsleiter der Paracelsus-Kliniken in Zwickau und Reichenbach tätig und verfügt über weitreichende Erfahrung in der Stabilisierung von Kliniken in finanzieller Schieflage. Zuletzt war er als Krankenhausdirektor im Regiomed-Verbund in Coburg tätig.
Die Pleißentalklinik blickt auf ein turbulentes Jahr zurück. Nach Millionenverlusten musste das Haus im Juni 2025 ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung einleiten. Im Rahmen des Sanierungskonzepts wurde zum 1. Januar 2026 die Pädiatrie geschlossen, während gleichzeitig Schwerpunkte in der Geriatrie und Palliativmedizin ausgebaut werden.
Um die medizinische Versorgung langfristig zu sichern, wurde die Klinik in den neu gegründeten „Klinik- und Pflegeverbund Landkreis Zwickau gGmbH“ integriert. Diesem gehören neben der Werdauer Klinik auch das Rudolf-Virchow-Klinikum Glauchau und die Heimbetriebsgesellschaft Kirchberg an. Ziel des Verbundes ist es, durch Synergieeffekte in Verwaltung, IT und Logistik die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Standorte zu gewährleisten.






