München Klinik: Gefährden Sparmaßnahmen das Patientenwohl?
Ärztinnen und Ärzte berichten von Überlastung – Klinikleitung verweist auf Reformkonzept „MÜK20++“
An der München Klinik wächst angesichts hoher Defizite der Spardruck – und mit ihm die Sorge um die Patientensicherheit. Ärztinnen und Ärzte berichten von zunehmender Überlastung, langen Wartezeiten in den Notaufnahmen und strukturellen Problemen im Klinikalltag. Die Geschäftsführung betont hingegen, dass Reformen notwendig seien und das Patientenwohl nicht gefährdet sei. Wie der BR berichtet, schildert ein Oberarzt in einer internen E-Mail eine besonders belastende Schicht in einer Notaufnahme der München Klinik.
Im vergangenen Jahr verzeichnete die München Klinik ein Defizit von rund 140 Millionen Euro. Die Landeshauptstadt München als Trägerin hat Unterstützung bis 2029 zugesagt, verlangt jedoch eine deutliche Reduzierung der Verluste. Geschäftsführer Götz Brodermann setzt auf das Reformkonzept „MÜK20++“. Künftig sollen nicht mehr alle Leistungen an allen Standorten vorgehalten werden.
Geplante Einsparungen, darunter der Abbau ärztlicher Stellen, haben in der Belegschaft deutliche Kritik ausgelöst. Mehrere Brandbriefe an den Aufsichtsrat dokumentieren die Sorgen. Sechs Ärztinnen und Ärzte schilderten dem BR anonym ihre Belastungssituation.






