München Klinik: Dominik Krause wird neuer Aufsichtsratsvorsitzender
Oberbürgermeister folgt auf Dieter Reiter – Dr. Robert Hinke neuer Stellvertreter
Die München Klinik gGmbH hat ihren Aufsichtsrat neu aufgestellt. Oberbürgermeister Dominik Krause wurde zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender folgt Dr. Robert Hinke auf Norbert Flach. Zudem wurden mehrere Mitglieder des Münchner Stadtrats neu in den Aufsichtsrat entsandt.

Der neue Aufsichtsrat der München Klinik gGmbH mit der MüK-Geschäftsführung vor der München Klinik Harlaching.
Foto: Michael Nagy/Presseamt München
Der Aufsichtsrat der München Klinik gGmbH hat bei seiner Sitzung am 21. Juli 2026 in der München Klinik Harlaching personelle Veränderungen beschlossen. Erstmals nahm Oberbürgermeister Dominik Krause an der Sitzung teil. Als geborenes Mitglied des Aufsichtsrats folgt er auf den ausgeschiedenen ehemaligen Oberbürgermeister Dieter Reiter.
Bei der Sitzung standen zudem die Neuwahlen an der Spitze des Gremiums auf der Tagesordnung. Dominik Krause wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden bestimmte das Gremium Dr. Robert Hinke. Der Gewerkschaftsvertreter folgt auf Norbert Flach, der zum 30. Juni 2026 freiwillig aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist.
Krause kündigt Fokus auf Wirtschaftlichkeit und Versorgung an
Der neue Aufsichtsratsvorsitzende sieht die München Klinik insbesondere bei der wirtschaftlichen Entwicklung vor großen Herausforderungen. Die kommunale Klinik sei ein zentraler Bestandteil der gesundheitlichen Daseinsvorsorge in der Landeshauptstadt München.
Krause kündigte an, dass der neue Aufsichtsrat nach wirtschaftlich verantwortbaren Einsparpotenzialen suchen müsse. Gleichzeitig müsse die hohe Qualität der medizinischen Versorgung in München gesichert werden. Die notwendigen Veränderungen sollten nach seinen Worten gemeinsam mit den Beschäftigten umgesetzt werden.
Als besondere Herausforderung bezeichnete Krause die erneuten Sparvorgaben der Bundesregierung im Gesundheitsbereich. Für den neuen Aufsichtsrat werde es daher darauf ankommen, wirtschaftliche Maßnahmen und die Sicherstellung einer leistungsfähigen Patientenversorgung miteinander zu verbinden.
Weitere Mitglieder neu in den Aufsichtsrat entsandt
Neben dem Wechsel an der Spitze des Gremiums gibt es weitere personelle Veränderungen. In der Vollversammlung des Münchner Stadtrats am 1. Juli 2026 wurden die von der Gesellschafterin entsandten Aufsichtsratsmitglieder benannt.
Neu in den Aufsichtsrat der München Klinik gGmbH eingezogen sind Stadtrat Sebastian Weisenburger von Bündnis 90/Die Grünen – Rosa Liste sowie die Stadträtinnen Dr. Evelyne Menges und Antonia Waldner von der CSU. Angelika Pilz-Strasser von Bündnis 90/Die Grünen – Rosa Liste und Kathrin Abele von der SPD wurden erneut in das Gremium entsandt.
Ausgeschieden sind die ehemaligen Stadträte Michael Dzeba und Alexander Reissl von der CSU sowie Dr. Florian Roth von Bündnis 90/Die Grünen – Rosa Liste.
Aufsichtsrat umfasst 16 Mitglieder
Der Aufsichtsrat der München Klinik gGmbH besteht laut Gesellschaftsvertrag aus insgesamt 16 Mitgliedern. Neben drei sogenannten geborenen Mitgliedern gehören dem Gremium fünf durch die Gesellschafterin entsandte Stadtratsmitglieder sowie acht Arbeitnehmervertreterinnen und Arbeitnehmervertreter an.
Zu den geborenen Mitgliedern zählen die Oberbürgermeisterin beziehungsweise der Oberbürgermeister, die Stadtkämmerin beziehungsweise der Stadtkämmerer sowie die für das Gesundheitswesen zuständige berufsmäßige Stadträtin beziehungsweise der zuständige berufsmäßige Stadtrat.
Die Arbeitnehmerseite ist mit acht Mitgliedern vertreten. Dazu gehören zwei Vertreter der Gewerkschaften, fünf Beschäftigte der München Klinik sowie eine Vertretung der leitenden Angestellten.
Mit der Neubesetzung beginnt für das Gremium damit eine neue Phase. Die wirtschaftliche Entwicklung der München Klinik und die Sicherung der kommunalen Gesundheitsversorgung dürften zu den zentralen Aufgaben des neu zusammengesetzten Aufsichtsrats gehören.




