Geburtenziffer in Bayern erreicht niedrigsten Stand seit 2006
Durchschnittlich 1,34 Kinder je Frau im Jahr 2025 – Universitätsstädte mit besonders niedrigen Werten
Die Geburtenziffer in Bayern ist im Jahr 2025 erneut gesunken und hat den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten erreicht. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik lag die zusammengefasste Geburtenziffer (Total Fertility Rate, TFR) im Freistaat bei 1,34 Kindern je Frau. Damit wurde der niedrigste Wert seit 2006 erreicht, als die TFR bei 1,32 Kindern je Frau lag.
Bereits seit dem Geburtenhoch im Jahr 2021 ist ein kontinuierlicher Rückgang der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau zu beobachten. Im Jahr 2024 lag die Geburtenziffer in Bayern noch bei 1,39 Kindern je Frau. Den höchsten Wert der vergangenen Jahre hatte Bayern 2021 mit 1,61 Kindern je Frau erreicht – der höchste Stand seit 1972.
Der Rückgang der Geburtenziffer zeigt sich in nahezu allen Regionen des Freistaats. In 65 von insgesamt 96 kreisfreien Städten und Landkreisen sank die TFR gegenüber dem Vorjahr. Auch auf Ebene der Regierungsbezirke liegen die Werte inzwischen unter dem Niveau von vor zehn Jahren. Die höchste Geburtenziffer verzeichnete im Jahr 2025 der Regierungsbezirk Schwaben mit 1,43 Kindern je Frau. Es folgten die Oberpfalz mit 1,42 sowie Niederbayern mit 1,41 Kindern je Frau. Am unteren Ende der regionalen Betrachtung lagen Oberfranken mit 1,29, Oberbayern mit 1,31 und Mittelfranken mit 1,32 Kindern je Frau. Auf Kreisebene erreichte der Landkreis Amberg-Sulzbach mit 1,70 Kindern je Frau den höchsten Wert in Bayern. Danach folgten der Landkreis Neustadt an der Waldnaab mit 1,66 sowie die kreisfreie Stadt Memmingen mit 1,65 Kindern je Frau.
Universitätsstädte mit niedrigsten Geburtenraten
Besonders niedrige Werte weisen mehrere Universitätsstädte auf. In Würzburg lag die Geburtenziffer 2025 bei lediglich 1,01 Kindern je Frau, gefolgt von Bayreuth mit 1,06, Passau mit 1,11 sowie Erlangen mit 1,17 Kindern je Frau. Auch München erreichte mit 1,19 Kindern je Frau einen vergleichsweise niedrigen Wert. In Nürnberg und Regensburg lag die TFR jeweils bei 1,20.
Nach Einschätzung des Bayerischen Landesamtes für Statistik hängt dies unter anderem mit der Bevölkerungsstruktur in Hochschulstädten zusammen. Zwar leben dort viele Frauen im gebärfähigen Alter, allerdings befinden sich viele von ihnen zunächst in Ausbildung, Studium oder Berufseinstieg. Dadurch verteilt sich die Zahl der Geburten auf eine vergleichsweise große Zahl potenzieller Mütter.




