NRW-Kliniken behandeln mehr Patienten mit weniger Betten
4,3 Millionen vollstationäre Fälle im Jahr 2025 – Bettenzahl sinkt um 1,2 Prozent, Pflegepersonal wächst um 3,7 Prozent
Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen haben 2025 erneut mehr Patienten vollstationär behandelt, obwohl gleichzeitig weniger Betten zur Verfügung standen. Nach Angaben von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) stieg die Zahl der Behandlungsfälle um 1,0 Prozent auf rund 4,3 Millionen. Die Zahl der Krankenhausbetten sank dagegen um 1,2 Prozent auf 110.208.
Damit nahm die Zahl der vollstationären Behandlungen das dritte Jahr in Folge zu. Das Niveau vor der Corona-Pandemie ist allerdings noch nicht wieder erreicht: Gegenüber 2019 lagen die Fallzahlen 2025 weiterhin 7,6 Prozent niedriger.
Die durchschnittliche Bettenauslastung erhöhte sich gegenüber 2024 um 0,8 Prozentpunkte auf 72,7 Prozent. 2019 hatte sie noch bei 76,6 Prozent gelegen. Insgesamt wurden 305 nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser ausgewertet.
Pflegepersonal wächst um 3,7 Prozent
Deutlich gestiegen ist die Beschäftigtenzahl im Pflegedienst. 2025 arbeiteten 135.565 Beschäftigte in diesem Bereich – 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der hauptamtlichen Ärzte erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 50.460.
Teilzeitarbeit bleibt dabei prägend: 51,7 Prozent des Pflegepersonals und 30,2 Prozent des ärztlichen Personals waren 2025 in Teilzeit beschäftigt.
Auch die Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen verzeichneten einen leichten Anstieg. Die 125 Einrichtungen behandelten 229.832 Patienten vollstationär und damit 0,4 Prozent mehr als 2024.




