Mögliche Wende im Klinikum-Prozess Stuttgart: Rechtsgespräch über Verfahrensende angesetzt
Der langwierige Prozess um mutmaßliche Unregelmäßigkeiten und Korruptionsvorwürfe am Klinikum Stuttgart steht vor einer entscheidenden Wende.
Wie die Frankfurter Neue Presse (FNP) berichtet, ist für die kommende Woche ein sogenanntes Rechtsgespräch zwischen dem Gericht, der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung angesetzt. Diese juristische Abstimmung dient üblicherweise dazu, auszuloten, ob das komplexe Verfahren unter bestimmten Auflagen eingestellt oder durch eine verfahrensverkürzende Verständigung beendet werden kann.
Im Zentrum der juristischen Aufarbeitung stehen umstrittene Auslandsgeschäfte des Klinikums, die insbesondere die Behandlung von Patienten aus Libyen sowie Kooperationen mit einem Krankenhaus in Kuwait betreffen. Die Staatsanwaltschaft wirft den beteiligten ehemaligen Führungskräften Betrug, Untreue und Bestechung vor. Kern der Anklage sind hohe Provisionszahlungen an Vermittler sowie verschleierte Kostenstrukturen, die zu massiven finanziellen Schäden für das städtische Klinikum geführt haben sollen.






