Ministerin Martin besucht Klinikum Karlsburg: Fusion von Unimedizin Greifswald und Herz- und Diabeteszentrum wird vorangetrieben
Standortentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern soll Versorgung und Forschung stärken
Die Universitätsmedizin Greifswald und das Herz- und Diabeteszentrum Karlsburg entwickeln ihre Zusammenarbeit weiter und streben eine engere strukturelle und medizinische Verzahnung an. Im Mittelpunkt steht dabei die Sicherung und Weiterentwicklung der stationären Versorgung sowie der Ausbau gemeinsamer Forschungsaktivitäten.
Bei einem Besuch am 13. Mai 2026 informierte sich Wissenschaftsministerin Bettina Martin vor Ort über den aktuellen Stand der Kooperation. Nach Angaben des zuständigen Ministeriums wird der Standort Karlsburg nicht nur gesichert, sondern perspektivisch weiter ausgebaut. Die Ministerin sprach von einer „Win-Win-Situation“, von der insbesondere Patientinnen und Patienten in der Region Vorpommern profitieren sollen.
Im Rahmen der Kooperation werden medizinische Leistungen und wissenschaftliche Strukturen zunehmend zusammengeführt. Bereits jetzt arbeiten laut Angaben der Verantwortlichen gemischte Teams aus beiden Einrichtungen zusammen. Zudem wurden erste Aufgaben aus Greifswald nach Karlsburg verlagert und in moderne medizinische Infrastruktur investiert. Besonders hervorgehoben wird die Entwicklung der Diabetologie am Standort Karlsburg. Dieser Bereich habe sich zu einem zentralen Schwerpunkt entwickelt und werde wissenschaftlich eng begleitet. Nach Angaben der Klinikleitung zählt Karlsburg inzwischen zu den führenden Einrichtungen in der Diabetologie in Deutschland. Parallel soll auch der Bereich der Herzmedizin weiter ausgebaut werden.
Perspektive einer vollständigen Fusion bis 2027
Die vollständige strukturelle Fusion der beiden Einrichtungen ist nach aktuellem Stand für Anfang 2027 vorgesehen. Ziel ist es, medizinische und organisatorische Prozesse stärker zu bündeln und die Versorgung überregional zu stärken. Die Klinikverantwortlichen betonen, dass durch die Integration mehr erreicht werden solle als die reine Zusammenführung bestehender Strukturen. Vielmehr gehe es darum, medizinische Leistungsfähigkeit und wissenschaftliche Expertise gemeinsam auszubauen. Dies solle langfristig sowohl die Behandlungsqualität als auch die Forschungsstärke erhöhen.
Aus Sicht des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist die Kooperation auch ein strategisches Projekt im Kontext der aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen auf Bundesebene. Die Ministerin sieht darin einen Ansatz, um Versorgungssicherheit und Spezialisierung besser miteinander zu verbinden. Auch die Beschäftigten sollen nach Angaben der Beteiligten von der Entwicklung profitieren. Insgesamt arbeiten an beiden Standorten mehr als 5.000 Mitarbeitende, deren Expertise künftig stärker in gemeinsame Strukturen eingebunden werden soll.




