Marien-Elisabeth-Kliniken bündeln Leistungen in Nordhessen
Geschäftsführer Michael Schmidt setzt auf klare Standortprofile, Spezialisierung und eine stärkere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung
Die Marien-Elisabeth-Kliniken wollen ihre drei Krankenhausstandorte in Nordhessen stärker spezialisieren und medizinische Leistungen enger miteinander verzahnen. Wie die HNA berichtet, sollen das Marienkrankenhaus und das Elisabeth-Krankenhaus in Kassel sowie das St. Elisabeth-Krankenhaus Volkmarsen ihre jeweiligen medizinischen Profile behalten und gezielt weiterentwickeln.
Die drei Häuser sind inzwischen in der Marien-Elisabeth-Kliniken Kassel gGmbH unter dem Dach der St. Vinzenz gGmbH gebündelt. Geschäftsführer Michael Schmidt sieht in größeren Verbundstrukturen neben wirtschaftlichen Vorteilen insbesondere die Möglichkeit, medizinische Kompetenzen stärker zu konzentrieren.
Fusion von Marienkrankenhaus Kassel und Elisabeth-Krankenhaus Kassel stärkt regionale Gesundheitsversorgung (13.09.2025)
Die Standorte sollen sich dabei ergänzen, statt gleiche Leistungen parallel vorzuhalten. Das Elisabeth-Krankenhaus verfügt unter anderem über Schwerpunkte in Notfallversorgung, Unfallchirurgie, Kardiologie und Urologie. Das Marienkrankenhaus konzentriert sich unter anderem auf Pneumologie, Viszeralmedizin, Wirbelsäulenchirurgie und Palliativmedizin. In Volkmarsen bildet die Gefäßmedizin einen besonderen Schwerpunkt.
Eine wichtige Rolle in der Neuausrichtung spielen die Medizinischen Versorgungszentren. Nach Einschätzung Schmidts entwickeln sie sich zu einem zentralen Bestandteil der Versorgungskette und sollen Übergänge zwischen ambulanter und stationärer Behandlung verbessern. Ambulante Angebote sollen dort ausgebaut werden, wo bereits starke stationäre Kompetenzen bestehen.
Für die weitere Entwicklung der Krankenhauslandschaft erwartet Schmidt eine zunehmende Konzentration. Künftig werde es nach seiner Einschätzung weniger Krankenhäuser oder weniger Leistungsangebote an einzelnen Standorten geben. Die Antwort des Verbunds darauf seien klare medizinische Profile, stärkere Spezialisierung und eine engere Zusammenarbeit der Standorte.




