Klinikum Waldeck-Frankenberg startet als gemeinsamer Klinikverbund

Standorte Korbach und Frankenberg treten künftig unter gemeinsamer Marke auf – 1.300 Beschäftigte und rund 50.000 Patienten jährlich

Die Krankenhäuser in Korbach und Frankenberg treten künftig gemeinsam als Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF) auf. Mit einem neuen Markenauftritt wird der Zusammenschluss der beiden traditionsreichen Klinikstandorte nun auch nach außen sichtbar. Ziel der Fusion ist es, Kompetenzen zu bündeln, Versorgungswege besser abzustimmen und die stationäre Gesundheitsversorgung im Landkreis langfristig zu sichern.

Aus den bisherigen Krankenhausstandorten in Korbach und Frankenberg ist das gemeinsame Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF) entstanden. Im Zuge der Fusion werden derzeit das Erscheinungsbild sowie die Beschilderung an beiden Standorten umgestellt. Auch die Wegeführung im Innen- und Außenbereich soll vereinheitlicht werden.

Der Zusammenschluss ist Teil eines umfassenderen Transformationsprozesses. Die beiden Standorte sollen ihre jeweiligen medizinischen Kompetenzen in das gemeinsame Klinikum einbringen und Versorgungsstrukturen künftig stärker aufeinander abstimmen.

Mit rund 1.300 Beschäftigten gehört das Klinikum Waldeck-Frankenberg zu den größten Arbeitgebern der Region. An den beiden Standorten werden nach Angaben des Klinikums jährlich insgesamt etwa 50.000 ambulante und stationäre Patienten versorgt. Hinzu kommen Medizinische Versorgungszentren mit Facharztpraxen in Bad Arolsen, Frankenberg und Korbach.

Klinikum soll Versorgung in der Region langfristig sichern

Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen van der Horst sieht in dem Zusammenschluss die Grundlage für eine langfristige Weiterentwicklung der regionalen Gesundheitsversorgung. Die Fusion solle Kompetenzen bündeln und eine bessere Abstimmung der Versorgungswege ermöglichen.

„Aus zwei Traditionshäusern entsteht ein leistungsstarkes Klinikum, das die Gesundheitsversorgung in Waldeck-Frankenberg nachhaltig weiterentwickelt“, erklärt van der Horst. Für die Bevölkerung bedeute dies gebündelte Kompetenz und besser aufeinander abgestimmte Versorgungsangebote.

Auch die beiden Geschäftsführungen Anne Bülling und Sassan Pur betonen den gemeinsamen Versorgungsauftrag. Sichtbares Zeichen des Zusammenschlusses ist das neue Logo des Klinikums. Zwei stilisierte Herzen repräsentieren darin die Standorte Korbach und Frankenberg. Sie sollen sowohl deren jeweilige Geschichte und gewachsenen Strukturen als auch das Zusammenwachsen zu einem gemeinsamen Klinikum symbolisieren.

Fusion umfasst auch organisatorische Strukturen

Der Zusammenschluss beschränkt sich jedoch nicht auf einen gemeinsamen Markenauftritt. Nach Angaben von Transformationsmanager Gerd Brückmann werden im Rahmen des Transformationsprozesses auch organisatorische Strukturen und Abläufe weiterentwickelt.

Der Prozess werde anhand definierter Meilensteine umgesetzt. Dabei sollen die Beschäftigten frühzeitig einbezogen und Prozesse zwischen den beiden Standorten stärker aufeinander abgestimmt werden. Ziel sei es, Patienten künftig möglichst schnell der für sie geeigneten Behandlung zuzuführen.

Korbachs Bürgermeister Stefan Kieweg bezeichnet die Fusion als Chance, die jeweiligen Stärken der Standorte miteinander zu verbinden. Frankenbergs Bürgermeisterin Barbara Eckes sieht in der gemeinsamen Marke ebenfalls einen Neustart, der neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit eröffne.

Mit dem gemeinsamen Klinikum wollen Landkreis und Verantwortliche zugleich auf die Veränderungen der Krankenhauslandschaft reagieren. Die Bündelung von Strukturen und Kompetenzen soll dazu beitragen, eine leistungsfähige und wohnortnahe stationäre Versorgung in Waldeck-Frankenberg langfristig zu erhalten.