AGAPLESION erzielt 2025 Jahresüberschuss von 28,5 Millionen Euro

Umsatz steigt auf 2,2 Milliarden Euro – Gesundheitskonzern investiert knapp 100 Millionen Euro

AGAPLESION hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 28,5 Millionen Euro abgeschlossen. Gleichzeitig steigerte der diakonische Gesundheitskonzern seine Umsatzerlöse um 12,2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Auch bei Beschäftigten, Investitionen und Liquidität verzeichnete AGAPLESION eine positive Entwicklung.

Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 28,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die Zahlen wurden im Rahmen der Hauptversammlung mit der Vorstellung des Geschäftsberichts 2025/2026 veröffentlicht.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Berichtsjahr um 236,9 Millionen Euro beziehungsweise 12,2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Horneber wertet das Ergebnis als Beleg dafür, dass der Konzern auch unter den derzeit schwierigen Rahmenbedingungen seine wirtschaftlichen Handlungsspielräume nutzen könne.

AGAPLESION ohne Schulden

Neben dem positiven Jahresergebnis weist AGAPLESION eine solide Finanzsituation aus. Der Konzern ist nach eigenen Angaben schuldenfrei und verfügt über eine Nettoliquidität von 34,7 Millionen Euro.

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 99,4 Millionen Euro in die Zukunftsfähigkeit der Einrichtungen investiert. Die Investitionen flossen unter anderem in Gebäude, Medizintechnik, Digitalisierung und moderne Versorgungsangebote. Davon wurden 67,9 Millionen Euro aus Eigenmitteln finanziert.

Damit setzt AGAPLESION trotz des wirtschaftlich herausfordernden Umfelds auf die Weiterentwicklung seiner Versorgungsstrukturen und die Modernisierung der Einrichtungen.

Mehr als 23.000 Beschäftigte

Auch die Zahl der Beschäftigten ist weiter gestiegen. Zum Ende des Berichtsjahres beschäftigte AGAPLESION 23.270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Vorjahr waren es 22.471 Beschäftigte.

In den Einrichtungen des Konzerns wurden rund 260.000 Patientinnen und Patienten stationär und teilstationär sowie rund 765.000 ambulant behandelt. Insgesamt wurden rund 1,2 Millionen Pflegetage verzeichnet.

Damit versorgt der Konzern nach eigenen Angaben jährlich rund eine Million Patientinnen und Patienten.

20 Krankenhausstandorte im Konzern

AGAPLESION umfasst bundesweit mehr als 100 Einrichtungen. Dazu gehören 20 Krankenhausstandorte mit 6.015 Betten, 43 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit 3.673 Pflegeplätzen sowie sieben Hospize.

Zum Verbund gehören darüber hinaus 32 Medizinische Versorgungszentren, sieben ambulante Pflegedienste, eine Fortbildungsakademie und 14 Pflegeschulen.

AGAPLESION wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet. Ziel war es, christliche Gesundheitseinrichtungen angesichts zunehmenden wirtschaftlichen und wettbewerblichen Drucks zu stärken.

Vorstand sieht Gestaltungsspielräume trotz Reformdruck

Der Geschäftsbericht trägt den Titel „Gestaltungsräume“. Vorstandsvorsitzender Horneber betont darin den kontinuierlichen Wandel im Gesundheitswesen und die zunehmenden gesetzlichen und bürokratischen Anforderungen.

AGAPLESION wolle diese Spielräume nutzen und seine medizinische, pflegerische und wirtschaftliche Kompetenz einbringen. Gleichzeitig sieht sich der Konzern als Akteur, der politische Entscheidungsprozesse begleitet und die Interessen der Einrichtungen und ihrer Beschäftigten vertritt.

Aufsichtsratsvorsitzender Pastor Stephan Ringeis stellte neben dem wirtschaftlichen Ergebnis insbesondere den Versorgungsauftrag des Konzerns heraus. Das positive Jahresergebnis sei wichtig, entscheidend bleibe jedoch der Dienst an den Menschen in den Krankenhäusern und Einrichtungen.

Wachstum bei Umsatz, Personal und Investitionen

Die Geschäftszahlen zeigen damit ein insgesamt positives Bild: Umsatz, Beschäftigtenzahl und Investitionen sind gestiegen, während AGAPLESION zugleich einen Jahresüberschuss von 28,5 Millionen Euro und eine Nettoliquidität von 34,7 Millionen Euro ausweist.

Der Konzern verbindet damit wirtschaftliche Stabilität mit weiteren Investitionen in seine Einrichtungen und die Digitalisierung. Angesichts der anhaltenden Veränderungen im Gesundheitswesen dürfte die finanzielle Ausgangslage insbesondere für die Umsetzung weiterer Modernisierungs- und Strukturmaßnahmen von Bedeutung sein.