Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau erweitert Kardiologie mit zweitem Herzkatheterlabor

Neue Kapazitäten für Herzrhythmusstörungen und Schlaganfallversorgung stärken medizinisches Angebot im Maximalversorger

Das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau hat ein zweites Herzkatheterlabor in Betrieb genommen und baut damit seine kardiologische Versorgung weiter aus. Die neue Anlage erweitert die Behandlungskapazitäten insbesondere für Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen und schafft zusätzliche Möglichkeiten für die interventionelle Schlaganfallversorgung.

Herzkatheterlabor

Das neue Herzkatheterlabor am Krankenhausstandort Halle-Dölau: Dr. med. Tim-Ole Petersen (1. v. l.), Dr. med. Sebastian Nuding (2. v. l.), Prof. Dr. med. Konstantin Heinroth (3. v. l.) und Geschäftsführer Jan Jakobitz (4. v. l.) mit dem medizinischen Team.
Foto: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara / Elfie Hünert

Die Inbetriebnahme erfolgt wenige Monate nach dem Zusammenschluss des Krankenhauses Martha-Maria Halle-Dölau mit dem Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara zu einem Krankenhaus der Maximalversorgung. Die Kardiologie des Verbundes wird seitdem gemeinsam von Prof. Dr. med. Konstantin Heinroth und Dr. med. Sebastian Nuding geleitet.

Ausbau der Elektrophysiologie

Mit dem neuen Herzkatheterlabor erhält insbesondere die Elektrophysiologie am Standort Dölau zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten. Dieses Spezialgebiet der Kardiologie befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. In den vergangenen Monaten wurde dieser Bereich gezielt aufgebaut und soll nun weiter ausgebaut werden.

Zu den angebotenen Verfahren zählen unter anderem moderne Katheterablationen zur Behandlung von Vorhofflimmern und anderen Herzrhythmusstörungen. Dabei werden krankhafte elektrische Leitungsbahnen im Herzen gezielt verödet, um einen stabilen Herzrhythmus wiederherzustellen.

Nach Angaben von Chefarzt Prof. Dr. Konstantin Heinroth ermöglicht die Erweiterung eine schnellere und gezieltere Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herzerkrankungen. Gleichzeitig schaffen die zusätzlichen Kapazitäten bessere organisatorische Voraussetzungen für parallele Untersuchungen und Eingriffe.

Auch Dr. Sebastian Nuding betont die Bedeutung der Investition. Die neue Infrastruktur ermögliche es, trotz zunehmend komplexer Verfahren ausreichend Kapazitäten für die Routineversorgung vorzuhalten.

Vorteile für die Schlaganfallmedizin

Von der neuen Anlage profitiert nicht nur die Kardiologie. Auch die interventionelle Radiologie und Neuroradiologie können das Herzkatheterlabor nutzen. Dadurch können künftig in bestimmten Situationen zwei Schlaganfallpatientinnen oder -patienten gleichzeitig interventionell behandelt werden.

Nach Angaben des Ärztlichen Direktors und Chefarztes der Radiologie, Dr. med. Tim-Ole Petersen, erfüllt die Anlage alle technischen Anforderungen für neuroradiologische Eingriffe. Dies stärke die Rolle des Krankenhauses als überregionale Comprehensive Stroke Unit und erweitere die Versorgungskapazitäten für zeitkritische Notfälle.

Arbeitsteilung zwischen den Standorten

Innerhalb des Krankenhausverbundes erfolgt die kardiologische Versorgung künftig noch stärker arbeitsteilig. Während der Standort St. Elisabeth vor allem die Versorgung akuter Notfälle sowie komplexer Herz-Kreislauf-Erkrankungen übernimmt, wird sich der Standort Dölau verstärkt auf planbare Eingriffe und spezialisierte elektrophysiologische Behandlungen konzentrieren.

Durch diese Struktur sollen medizinische Kompetenzen gezielt gebündelt und Ressourcen effizient eingesetzt werden. Gleichzeitig verfolgt der Krankenhausverbund das Ziel, die Versorgung von Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten in Halle und der umliegenden Region langfristig zu stärken.

Mit der Investition in das zweite Herzkatheterlabor setzt das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau den Ausbau seiner Herzmedizin fort und reagiert auf die steigende Nachfrage nach spezialisierten kardiologischen Behandlungen.

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